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17.11.2012

10:03 Uhr

Üppiges Weihnachtsgeschäft

Wo die Deutschen Geschenke kaufen

VonChristof Kerkmann

O du klingelnde: Der Handel darf sich im Weihnachtsgeschäft auf volle Geschäfte und Kassen freuen. Die Menschen in Deutschland wollen mehr Geld für Geschenke ausgeben. Welche Händler sich besonders freuen können.

Es ist nicht zu übersehen: Der Einzelhandel ist in Weihnachsstimmung. dpa

Es ist nicht zu übersehen: Der Einzelhandel ist in Weihnachsstimmung.

DüsseldorfKein Entrinnen für Weihnachtsmuffel. Der Einzelhandel hat sich bereits für das Fest der Liebe und des Konsums gerüstet, in den Fußgängerzonen und Einkaufszentren blinken Lichterketten und Lametta um die Wette. Das ist kein Wunder, denn viele Verbraucher wollen ihre Einkäufe schon im November erledigen – auch wenn sich ein großer Teil dann doch am dritten und vierten Advent ins Getümmel stürzt. Im Radio laufen bereits seit Wochen Werbespots für Weihnachtsbasars in großen Kaufhäusern.

Das Werben könnte sich in diesem Jahr besonders lohnen: Die Deutschen geben sich spendabel. Auf den Wunschzetteln stehen Klassiker wie Bücher und Schmuck, Gadgets wie Smartphones und Computer – aber auch ein Wünsche, die dem Handel erst nach Weihnachten zugute kommen: Bargeld und Gutscheine.

Trends im Weihnachtsgeschäft

Weihnachtszeit, Einkaufszeit

Weihnachtszeit ist Einkaufszeit – für den Einzelhandel entscheidet sich, wie die Bilanz am Ende des Jahres ausfällt. Welche Trends sich 2012 abzeichnen, hat die Wirtschaftsberatung Deloitte in einer Umfrage ermittelt.

Mehr Geld für Geschenke

In Deutschland fällt das Budget für Weihnachtsgeschenke sowie Essen und Trinken höher aus als im Vorjahr. In Ländern wie Griechenland und Spanien zeigt der Trend allerdings in die andere Richtung.

Kaufen gegen das Krisengefühl

Viele Verbraucher wollen mehr Geld ausgeben, um wenigstens zeitweise die Krise zu vergessen.

Der Preis ist heiß

Die Verbraucher achten verstärkt auf den Preis eines Produktes und wollen häufiger bei Sonderangeboten zuschlagen.

Shopping auf allen Kanälen

Verbraucher nutzen immer häufiger verschiedene Kanäle, um Geschenke zu finden und zu vergleichen – rund die Hälfte sucht und vergleicht sowohl online als auch im stationären Handel.

Weihnachten ist für den Einzelhandel die wichtigste Zeit des Jahres. Die Aussichten sind gut, dass es für die Branche tatsächlich ein Fest wird. Denn die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist solide und wird sich so schnell auch nicht wesentlich verschlechtern. Viele Menschen haben mehr Geld – oder sie wollen die Krise vergessen und sich ein paar schöne Tage machen. Das Weihnachtsbudget beträgt in diesem Jahr 485 Euro pro Haushalt, wie eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ergeben hat. Das sind sieben Prozent mehr als noch 2011. Mehr als die Hälfte davon geht tatsächlich für Geschenke drauf: 285 Euro.

Die Ausgaben summieren sich im November und Dezember auf voraussichtlich 80,4 Milliarden Euro, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostiziert. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – ein neuer Rekordwert. Von einem solchen Wachstum ist der Süden Europas übrigens weit entfernt: Die Griechen wollen rund 16 Prozent weniger ausgeben, die Portugiesen 14 Prozent, die Spanier und Italiener je 4 Prozent. Die Krise verdirbt so manchem wohl das Fest.

Das begehrteste Geschenk kann man nirgendwo kaufen: Jeder zweite will Bargeld haben, wie Deloitte ermittelt hat. Auch Gutscheine als etwas persönlichere Alternative sind beliebt. Ansonsten dominieren in den Top 10 der beliebtesten Geschenke Klassiker und Gadgets: Schmuck und Spielwaren natürlich, Parfüm und Bücher.

Kommentare (4)

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Bedrucktes_Papier_mehr_nicht

17.11.2012, 10:15 Uhr

Ist doch glasklar, wwarum dass so ist, bloß weg mit den inflationierten Euroscheinen.
Alles in Sachwerte stecken ist sinnvoller, als das Geld bei 1% Zins und 6-8% Inflation auf ein Sparbuch zu legen.
Geschweige denn, es den korrupten Banken zur Verfügung zu stellen, welche es dann wieder im globalen Spielcasino verbrennen.
Die Menschen sind eben doch schlauer, als Wirtschaft und Politik glauben.
Sie wissen, dass der (T)euro keinen Bestand haben wird und geben deshalb ihren letzten (T)euro aus.
Lieber einen neuen Fernseher zu Hause stehen haben, als das Geld durch Inflation (die 2% Statistiken sind sowieso alle manipuliert) einfach so zu verbrennen.
Ich freu mich schon auf die Rückkehr der D-Mark, lange wird es nicht mehr dauern.

Account gelöscht!

17.11.2012, 11:40 Uhr

Da haben wir sie wieder, die jährliche Falschmeldung vor Weihnachten.
Spätestens Ende Nov./Dezember hören wir fantastische Umsatzsteigerungen, die dann im Januar betreten korrigiert werden.

Account gelöscht!

17.11.2012, 15:40 Uhr

Alle Jahre wieder ....
... soll der deutsche "Konsument" die Welt retten.

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