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11.11.2015

17:48 Uhr

UFO gegen Lufthansa

Flugbegleiter streiken ungebremst weiter

Keine Schlichtung und kein Verbot durch Gerichte – der Rekordstreik der Flugbegleiter bei der Lufthansa läuft weiter. Die Airline will nicht nachgeben. Am Mittwoch erlebte der Dax-Konzern den bislang schlimmsten Tag.

Streik-Clinch bei Lufthansa

Gericht erlaubt Lufthansa-Flugbegleitern weitere Streiks

Streik-Clinch bei Lufthansa: Gericht erlaubt Lufthansa-Flugbegleitern weitere Streiks

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FrankfurtDer Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa nimmt noch an Wucht zu. Die Versuche des Dax-Konzerns, den längsten Ausstand in der Unternehmensgeschichte durch die Arbeitsgerichte stoppen zu lassen, blieben folgenlos.

Am Mittwoch erlebte Lufthansa den bislang schlimmsten Streiktag mit 930 Flugausfällen, von denen rund 100.000 Passagiere betroffen waren. Dem standen 2000 Flüge meist von nichtbestreikten Airlines der Lufthansa-Gruppe gegenüber. An den Lufthansa-Drehkreuzen München und Frankfurt gab es nur einige wenige Kranichflüge.

Gewerkschaftschef Nicoley Baublies: „UFO stellt keine utopischen Forderungen“

Gewerkschaftschef Nicoley Baublies

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Mit ihren Streiks haben die Flugbegleiter die Hälfte aller geplanten Lufthansa-Flüge am Montag gestoppt. Im Interview verteidigt UFO-Chef Nicoley Baublies aber die Streik-Strategie seiner Gewerkschaft.

Für diesen Donnerstag hat die Gewerkschaft Ufo zum Streik in gleicher Dimension auf den Kurz-, Mittel- und Langstrecken aufgerufen. Lufthansa strich vorsorglich 933 Flüge mit 107.000 betroffenen Passagieren. Seit Beginn des Ausstands am vergangenen Freitag hat die Airline bis einschließlich Mittwoch mehr als 3700 Flüge absagen müssen. Betroffen waren rund 443.000 Reisende.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr bekräftigte seinen harten Kurs gegen die Gewerkschaften, denen in den Jahren zuvor zu häufig nachgegeben worden sei. Lufthansa könne sich das nicht mehr leisten und daher würden die Auseinandersetzungen solange ausgetragen wie notwendig, sagte er am Mittwoch in Frankfurt. Das Unternehmen könne nicht seine Zukunftsfähigkeit aufs Spiel setzen. „Jeder Streiktag ist einer zu viel“, sagte Spohr. Ein schnelles Ende des Streiks der Flugbegleiter sei nicht in Sicht. Aber natürlich ende jede Verhandlung mit einem Kompromiss, ließ Spohr weitere Verhandlungsbereitschaft erkennen.

Der Chef der Flugbegleitergewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, rechnete allerdings nicht damit, dass es noch während des Streiks Verhandlungen geben könnte. Zu der am Dienstag von ihm ins Spiel gebrachten Schlichtung kam es nicht. Lufthansa hielt der Ufo vor, bei den angedachten Gesprächen auch Themen besprechen zu wollen, die ausschließlich in die unternehmerische Entscheidungsbefugnis fielen. Lufthansa hatte eine Liste von fünf schlichtungsfähigen Tarifverträgen vorgelegt, während Baublies von einer breiteren Palette mit über 20 Einzelthemen sprach.

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