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21.07.2017

11:14 Uhr

Uhrenhersteller

Nachfrage nach Luxusuhren treibt Swatch-Gewinn

Der Uhrenhersteller Swatch hat wieder in den richtigen Takt zurückgefunden. Umsatz und Gewinn konnten beim Schweizer Konzern im ersten Halbjahr gesteigert werden. Wachstumstreiber war vor allem das Luxussegment.

Der Schweizer Uhrenkonzern vertreibt neben Plastikuhren auch einige Nobelmarken. Reuters

Swatch

Der Schweizer Uhrenkonzern vertreibt neben Plastikuhren auch einige Nobelmarken.

ZürichDer weltgrößte Uhrenhersteller Swatch hat dank einer starken Nachfrage aus China, Europa sowie dem Nahen Osten zu Wachstum zurückgefunden. Auch im wichtigsten Einzelmarkt Hongkong hätten sich die Verkäufe stabilisiert, teilte der für seine Plastikuhren bekannte Konzern aus Biel am Freitag mit. Sehr positiv hätten sich die Verkäufe von Schmuck und edlen Zeitmessern wie Blancpain, Omega oder Glashütte entwickelt. Der Umsatz kletterte von Januar bis Juni um 1,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken. Unter dem Strich verblieben 269 (Vorjahr: 251) Millionen Franken.

Damit zeigt sich auch beim Weltmarktführer die Erholung der Schweizer Uhrenexporte. Im Juni stiegen die Ausfuhren stärker als von Fachleuten erwartet um 5,3 Prozent. Die Uhrenexporte waren seit bald zwei Jahren rückläufig, weil das Geschäft in China unter den Antikorruptionsbekämpfungen der dortigen Regierung und das Geschäft mit Touristen vom chinesischen Festland in Hongkong und Europa geschwächelt hatte.

Dank der guten Konsumentenstimmung und der anziehenden Umsätze in den eigenen Geschäften sehe es so aus, als ob auch der Großhandel in vielen Regionen das Vertrauen zurückgewinne, gibt sich Swatch zuversichtlich. Es werde daher ein sehr positives Wachstum in Lokalwährungen im zweiten Halbjahr erwartet. Bei allen Marken habe das Wachstum angezogen und sich in den ersten Wochen des Monats Juli noch beschleunigt - am ausgeprägtesten im Prestige- und Luxussegment. Zusätzlich dazu beitragen dürften auch zahlreiche neue Produkte, die Swatch im weiteren Jahresverlauf auf den Markt bringen will.

Keine stärkere Reaktion löste der Bericht an der Börse aus. Die Aktie notierte in einem verhaltenen Markt kaum verändert. Nach Ansicht von Analysten sollte sich die Erholung der Uhrenexporte fortsetzen. „Ein Feuerwerk erwarten wir aber nicht“, sagte Jon Cox, Analyst bei Kepler Cheuvreux, der ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich erwartet. Swatch befinde sich in den Startlöchern für eine starke Gewinnerholung, sagte Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Von

rtr

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