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30.08.2011

22:03 Uhr

Umbau bei Tui

Internet-Geschäft zieht nach Berlin um

TUI macht mit dem Umbau seines Deutschland-Geschäfts ernst. In Berlin will der Reisekonzern zukünftig seine Internet-Portale koordinieren - und sieht große Wachstumschancen für die nächsten Jahre

TUI-Prospekte: Einen Großteil seines Geschäfts macht TUI immer noch über Reisebüros. Quelle: dpa

TUI-Prospekte: Einen Großteil seines Geschäfts macht TUI immer noch über Reisebüros.

BerlinTUI macht mit dem Umbau seines Deutschland-Geschäfts ernst. Als einen der ersten Schritte wolle der Reisekonzern seine Internet-Tochter TUI Interactive vom Stammsitz Hannover nach Berlin verlegen, sagte Deutschland-Chef Volker Böttcher am Dienstagabend. Die 60 Mitarbeiter seien bereits informiert und sollten bald ein Angebot für den Umzug bekommen. Das MDax-Unternehmen bündelt bei TUI Interactive seinen Internet-Vertrieb, der vorrangig über die Seiten TUI.com, 1-2-FLY.com, Robinson.com, Discount-Travel.com sowie Airtours.de läuft.

Wie viele deutsche Reisekonzerne hinkt auch die TUI im Internet reinen Online-Anbietern wie Expedia oder Opodo hinterher. Derzeit buchten erst 15 Prozent der TUI-Kunden ihren Urlaub online, sagte Böttcher. Branchenweit sind es 24 Prozent und in den nächsten vier Jahren dürfte der Anteil noch um weitere zwanzig Prozentpunkt steigen. Angesichts der hohen Wachstumsraten setzt TUI sich ehrgeizige Ziele und peilt die Marktführerschaft im Internet an.

TUI hatte Anfang des Jahres wegen des scharfen Wettbewerbs auf dem deutschen Reisemarkt ein Sparprogramm und Stellenstreichungen angekündigt. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat in Hannover laufen - Details sollen in einem Monat vorgestellt werden. Medienberichten zufolge könnten 400 Jobs wegfallen.

Nicht nur der harte Preiskampf macht der TUI zu schaffen, sondern auch die politischen Umwälzungen in den Urlaubsländern Ägypten und Tunesien. „Die Buchungszahlen im Nordafrika-Geschäft haben sich noch nicht erholt“, sagte Böttcher. Auch wenn das Land am Nil so langsam wieder auf die touristische Landkarte zurückkehre, sei noch keine generelle Trendwende zu erkennen. „Die Erfahrungen zeigen, dass solche Probleme sich erst binnen von zwölf Monaten lösen.“

Von

rtr

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