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14.10.2013

15:45 Uhr

Umfrage

Nachfrage nach Lebensmitteln im Internet gering

Deutsche kaufen ihr Essen selten im Internet und nutzen stattdessen viel lieber den Supermarkt vor Ort. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Für eine Veränderung könnten die Online-Anbieter unmittelbar sorgen.

Ein Einkaufswagen mit Lebensmitteln und Haushaltswaren. Laut einer Umfrage ziehen die Deutschen den Einkauf im Supermarkt dem im Internet vor. dpa

Ein Einkaufswagen mit Lebensmitteln und Haushaltswaren. Laut einer Umfrage ziehen die Deutschen den Einkauf im Supermarkt dem im Internet vor.

DüsseldorfVerbraucher kaufen einer Umfrage zufolge kaum regelmäßig Lebensmittel über das Internet. Nur fünf Prozent seien wiederkehrende Kunden und bestellten bis zu acht Mal im Jahr bei Online-Supermärkten im Netz, hieß es in einer am Montag in Düsseldorf veröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung A.T. Kearney. 73 Prozent der Deutschen hingegen hätten noch nie ihre Kühlschränke oder Speisekammern mit Internet-Einkäufen befüllt. Ein Zehntel habe dies bereits ein Mal getan. Weitere zwölf Prozent kauften zwei oder drei Mal pro Jahr Nahrung über das World Wide Web.

Mit der wichtigste Grund für die geringe Bereitschaft der Verbraucher zu Alltagseinkäufen über das Internet sei die Zufriedenheit mit den bestehenden Einkaufsmöglichkeiten vor Ort (66 Prozent), hieß es in der Umfrage. Für 60 Prozent sei die mangelnde Sicht- und Fühlbarkeit ein Nachteil. Unsichere Produktqualität bewerteten 55 Prozent negativ, die nicht gegebene sofortige Nutzbarkeit 45 Prozent.

Erfolgsfaktoren für Web-Shops

Front-End und Back-End

Sie müssen nahtlos miteinander integriert sein. Das heißt, wenn der Besucher im Shop eine Bestellung auslöst, muss dieser Prozess in den nachgelagerten Warenwirtschafts-, Kundenwirtschafts- und Produktmanagementsystemen sauber abgebildet werden.

Multi- und Cross-Channel

"In Zukunft wird es immer wichtiger sein, mehrere Kanäle gleichzeitig zu bedienen und diese gut miteinander zu vernetzen", so Reupert. Beispielsweise können integrierte Prozesse in den Webshops von Einzelhändlern eine Funktion bieten, über die der Besucher herausfindet, ob ein Artikel in einer bestimmten Filiale vorrätig ist. "Denn nach wie vor informieren sich viele Kunden im Internet und kaufen dann doch im stationären Handel."

Mobile Enablement

Der Trend zum Smartphone hält an und darum ist es für Shop-Betreiber elementar, den Shop-Content auch mobil zur Verfügung zu stellen, um Kunden nicht an technisch fortschrittlichere Konkurrenten zu verlieren.

Produktdatenqualität

Studien haben gezeigt, dass rund ein Drittel der Kaufabbrüche in einem Web-Shop auf der Produktdetailseite erfolgen. Daher ist die Qualität von Produktbeschreibungen und Produktbildern elementar wichtig. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, rät Reupert: Besser als die Mitbewerber über Produkte informieren, bessere Usability und effektive Suchmaschinenoptimierung.

Quelle: Achim Reupert, Experte des Dienstleisters Nionex, auf Mittelstandsmanager.de

80 Prozent könnten sich Online-Bestellungen vorstellen, wenn sie Lebensmittel bei der Lieferung sofort zurückgeben könnten, sollten etwa Qualitätsmängel bestehen, hieß es. 72 Prozent der Verbraucher würden über das Internet bestellen, wenn dort auch der Lebensmittel-Händler ihres Vertrauens vertreten wäre.

Hauptgrund dafür, warum ein Teil der Verbraucher bereits Nahrung über das Internet bestellt, ist die Bequemlichkeit durch die Lieferung nach Hause (38 Prozent), hieß es in der Studie. 33 Prozent seien neugierig, 27 Prozent lockten attraktive Preise, einem Viertel gehe es um Zeitersparnis. A.T. Kearney ließ für die Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln 1400 Verbraucher befragen.

Von

afp

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