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03.08.2011

10:09 Uhr

Umfrage

Servicefirmen in Euro-Zone verlieren weiter Schwung

Die Dienstleister in der Euro-Zone haben im Juli noch einmal kräftig an Dynamik verloren. Der Einkaufsmanagerindex fällt auf ein 17-Monats-Tief. Besonders das Gastgewerbe läuft schlecht.

Deutschland und Frankreich stellen Personal im Bereich Dienstleistungen ein, alle anderen Euro-Länder bauen Stellen ab. Quelle: ap

Deutschland und Frankreich stellen Personal im Bereich Dienstleistungen ein, alle anderen Euro-Länder bauen Stellen ab.

BerlinDie deutschen Dienstleister sind mit einem kräftigen Dämpfer ins zweite Halbjahr gestartet. Die Geschäfte liefen im Juli so schwach wie seit rund eineinhalb Jahren nicht mehr, wie am Mittwoch aus einer Markit-Umfrage unter rund 500 Unternehmen hervorgeht. Das Neugeschäft wuchs so gering wie seit rund einem Jahr nicht mehr und die Firmen verloren massiv an Zuversicht. Zuletzt hatte auch die Industrie von einem Einbruch berichtet. „Unseren Daten zufolge hat die deutsche Konjunktur im Juli abrupt an Fahrt verloren“, sagte Markit-Ökonom Tim Moore. Unterm Strich habe die Wirtschaftskraft mit der niedrigsten Rate seit Herbst 2009 zugelegt.

Der an den Finanzmärkten stark beachtete Einkaufsmanagerindex für die Service-Branche sank im Juli nach endgültigen Berechnungen um 3,8 auf 52,9 Punkte. Damit hält sich das Barometer zwar noch über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, aber unter dem langjährigen Durchschnitt von gut 53 Punkten. „Das nur noch ausgesprochen magere Plus an Neu- und Folgeaufträgen lässt für das Geschäftsklima und die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in den nächsten Monaten nichts Gutes erwarten“, betonte Moore.

Außer im Gastgewerbe liefen die Geschäfte in allen anderen fünf erfassten Servicebereichen noch relativ gut. „Am besten schnitten die Bereiche Post und Telekommunikation sowie Vermietung und unternehmensnahe Dienstleistungen ab“, erklärte Markit. Nur ein mageres Plus vermeldeten die Vermittler von Finanzdienstleistungen. Dass die Kapazitäten nicht mehr voll ausgelastet waren, signalisiert den Forschern zufolge der erste Rückgang der unerledigten Aufträge seit Oktober 2010. „Folglich verlor auch der Beschäftigungsaufbau an Tempo.“ Am meisten Personal stellten Vermieter und unternehmensnahe Dienstleister ein, Schlusslicht waren hier die Finanzdienstleister.

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