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22.01.2004

08:42 Uhr

Umsatz betrug 1,46 Milliarden Euro

KLM überrascht die Analysten

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat im abgelaufenen Quartal einen unerwarteten Nettogewinn erwirtschaftet. Das Unternehmen hat ein Plus von acht Millionen erzielt. Analysten hatten einen Verlust von 13,2 Millionen Euro erwartet.

HB AMSTERDAM. Die vor einer Fusion mit der Air France stehende niederländische Fluggesellschaft sieht darin ein Anzeichen dafür, dass die drastischen Kostenreduzierungen Wirkung zeigen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung erwartet KLM für das gesamte Geschäftsjahr 2003/04 die Rückkehr in die Gewinnzone und „ein eindeutig positives Ergebnis“. Der Kurs der KLM-Aktien stieg zu Handelsbeginn am Donnerstag um 2,52 % auf 15,44 €. Das Investmenthaus Smith Barney hob die Kurserwartung von 15,5 auf 17 € an und empfiehlt, die Aktie weiter zu halten.

Für die Fusion mit der Air France erwartet KLM Mitte Februar die Zustimmung der Kartellbehörden in Europa und den USA. Die Unternehmen wollen den Zusammenschluss zur weltgrößten Fluggesellschaft nach Umsatz bis April vollziehen.

Der Nettogewinn habe in dem am 31. Dezember beendeten Quartal bei acht Mill. € gelegen, teilte KLM am Donnerstag mit. Analysten hatten noch einen Verlust von 13,2 Mill. € erwartet, nach einem Minus von 66 Mill. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der operative Gewinn der viertgrößten europäischen Fluggesellschaft habe in dem Quartal 29 Mill. € betragen. Den Umsatz gab KLM in dem Vierteljahr mit 1,46 Mrd. € an. Er lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten, die einer Reuters-Umfrage zufolge mit 1,447 Mrd. € gerechnet hatten.

Bereits im Oktober hatte KLM die Experten mit einem hohen Nettogewinn von damals 90 Mill. € überrascht. Von Reuters befragte Analysten hatten nur die Hälfte erwartet.

KLM hatte ein ehrgeiziges Programm zur Reduzierung seiner Kosten in Angriff genommen. „Im gegenwärtigen Geschäftsumfeld bleibt die Konzentration auf die Kosten entscheidend für die Verbesserung der Finanzleistung, und wir halten an unserem Programm zur Kostenreduzierung fest“, sagte KLM-Chef Leo van Wijk. KLM hatte unter anderem den Abbau von 4500 Arbeitsplätzen angekündigt.

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