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27.08.2015

11:45 Uhr

Umsatzsprung bei Windeln.de

„Die Chinesen lieben das TÜV-Siegel“

VonMiriam Schröder

Windeln.de ist ein deutsches Start-up – erzielt aber mehr als die Hälfte des Umsatzes in China. Gründer Alexander Brand erklärt, wieso der fallende Aktienkurs ihn nicht ängstigt – und wie er an genug Milchpulver kommt.

Windeln.de erzielt die Hälfte seiner Umsätze in China. Imago

Geschäft mit Babys

Windeln.de erzielt die Hälfte seiner Umsätze in China.

BerlinWindeln.de ist auf Erfolgskurs: Im ersten Halbjahr erzielte der Online-Babyausstatter ein Umsatzwachstum von 85 Prozent auf 75 Millionen Euro und konnte zugleich die Margen im operativen Geschäft maßgeblich verbessern. Gleichzeitig gewann das Start-up 117.000 aktive Kunden hinzu. Vor Steuern steht allerdings weiterhin bereinigt ein Verlust von 4 Millionen Euro, nur knapp weniger als im Vorjahrszeitraum.

Trotz der roten Zahlen war das junge Unternehmen Anfang Mai an die Frankfurter Börse gegangen. Schon beim Marktdebüt lag der Aktienkurs unter dem Ausgabepreis von 18,50 Euro und steht seither unter Druck. Die positiven Umsatzzahlen hievten den Anteilsschein am Donnerstag mehr als sieben Prozent ins Plus. Damit kostete das Papier aber immer noch nur knapp über zehn Euro.

Alexander Brand gründete das Unternehmen 2010 gemeinsam mit Konstantin Urban. Zuvor war der Vater von zwei Kindern sieben Jahre im Management von Siemens tätig. Über die Hälfte des Umsatzes macht Windeln.de in China.

Herr Brand, seit dem Börsengang vor vier Monaten sinkt der Wert der Windeln.de-Aktie kontinuierlich. Wie erklären Sie das?
Um ehrlich zu sein, kann ich es mir selbst nicht erklären. Mit unseren Zahlen sind wir jetzt genau da, wo wir hinwollten. Wir sind im ersten Halbjahr um 85 Prozent gewachsen und haben die Margen im operativen Geschäft maßgeblich verbessert. Mehr haben wir vor dem Börsengang nicht versprochen. Die Märkte sind insgesamt ziemlich nervös.

Skeptisch scheinen die Märkte gerade vor allem bei Online-Unternehmen zu sein, die erstmal nur Wachstum versprechen, aber mit dem Gewinn auf sich warten lassen. Profitabel sind Sie noch nicht.
Das hatten wir für dieses Jahr auch noch gar nicht vor. Wobei Windeln.de für sich allein genommen profitabel wäre. Der Gesamtkonzern schreibt Verluste, weil wir in einigen Ländern noch am Anfang stehen. Der Online-Markt für Babyartikel steht insgesamt noch am Anfang. Erst ein einstelliger Prozentsatz wird im Internet verkauft. Wir investieren, um an diesem wachsenden Markt einen möglichst großen Anteil zu bekommen. Derzeit halte ich Wachstum für wichtiger als Profitabilität.

Kommentare (1)

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Herr Nehal Devanowitch

27.08.2015, 12:47 Uhr

Ich betselle sehr viel bei Windeln de, was mich aber wundert ist dass ich ofte eine Rechnung bekomme in der die MwSt falsch ausgewiesen wurde, ich frage mich wie das bei so einem großen Unternehmen sein kann?

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