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14.04.2011

11:12 Uhr

Umsatzsprung

Otto mit zweistelligem Zuwachs

Nach einem hervorragenden Geschäftsjahr kann das Hamburger Unternehmen in allen Sparten deutliche Zuwächse verbuchen. So große Umsatzsteigerungen gab es seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Das Logo der Otto Group. Quelle: dpa

Das Logo der Otto Group.

HamburgDie Hamburger Handelsgruppe Otto hat ihren Umsatz massiv gesteigert - vor allem dank des Internets. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (28. Februar) wuchs der weltweite Umsatz der Otto Group nach vorläufigen Zahlen um 12,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dabei hätten alle Sparten - Handel, Service und Finanzdienstleistungen - prozentual zweistellig zugelegt. Das ist für Otto die stärkste Umsatzsteigerung seit der Wiedervereinigung.

Allein in Deutschland, wo der Einzelhandel lediglich um 1,5 Prozent zunahm, konnte die Otto-Gruppe um 13,6 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro wachsen. Gewinnzahlen wurden nicht mitgeteilt, sie sollen den Angaben zufolge aber auch zweistellig gestiegen sein.

„Das zurückliegende Geschäftsjahr war ausgezeichnet“, sagte Konzernchef Hans-Otto Schrader. „Wir haben frühzeitig die Weichen auf Online gestellt und profitieren nun in allen Geschäftsbereichen vom stark expandierenden E-Commerce.“ Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Online-Umsätze um knapp 25 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro; das sind rund die Hälfte aller Einzelhandelserlöse der Gruppe.

Einzelne Unternehmen der Otto Group mit ihren rund 50 Online-Plattformen machen schon zwei Drittel der Umsätze über das Netz.

Für das laufende Geschäftsjahr gehe Otto weiter von einem robusten Wachstum aus, wenn auch nicht mehr in der Höhe des Vorjahres, heißt es in der Mitteilung. Vor allem in Deutschland entwickele sich das wirtschaftliche Umfeld gut. Eine genaue Prognose sei schwierig wegen der Entwicklung des Euro, der Katastrophe in Japan und der Unruhen in der arabischen Welt. In Japan erreicht die Otto Group umgerechnet rund 300 Millionen Euro Umsatz. Die Geschäfte dort hätten sich zuletzt stabilisiert.

Von

dpa

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