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03.04.2015

00:12 Uhr

Umstrittener Fahrdienst

Uber wirbt neuen Sicherheitschef bei Facebook ab

Der umstrittene Fahrdienst Uber hat Facebook einen Top-Manager abgeworben. Joe Sullivan soll den neuen Posten des Sicherheitschefs erhalten. Neben facebook zählten auch schon Ebay und Paypal zu seinen Arbeitsgebern.

Der Fahrdienst Uber hat seinen neuen Sicherheitschef bei Facebook abgeworben. ap

Uber

Der Fahrdienst Uber hat seinen neuen Sicherheitschef bei Facebook abgeworben.

BangaloreDer Fahrdienstvermittler Uber hat einen Facebook-Manager für einen hochrangigen Posten abgeworben. Joe Sullivan sei als Sicherheitschef verpflichtet worden, teilte Uber-Chef Travis Kalanick am Donnerstag im Firmenblog mit. Sullivan habe zuvor fünf Jahre für Facebook gearbeitet.

Vor seiner Zeit bei Facebook sei er fast sieben Jahre für Ebay und Paypal tätig gewesen. Davor habe Sullivan acht Jahre in Sachen Internetkriminalität für das US-Justizministerium gearbeitet.

Der Streit um Uber

Vermittlung gegen Provision

Uber vermittelt über seine Smartphone-App Uber Pop zwischen Fahrern und Gästen – dafür kassiert das Unternehmen eine Provision, die in der Regel 20 Prozent des Fahrpreises beträgt.

Konkurrenz für Taxifahrer

Der Fahrdienst macht der Taxi-Branche Konkurrenz. Er expandiert aggressiv, in Deutschland bedient er große Städte wie Berlin, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf. Das Unternehmen hat seit der Gründung 2009 rund 3,9 Milliarden Dollar Kapital erhalten, unter anderem von Google und Goldman Sachs.

Streit um offizielle Papiere

Streit gibt es vor allem um den Dienst Uber Pop, über den private Autobesitzer Fahrdienste anbieten (über Uber Black bekommen Nutzer Mietwagen mit Fahrer). In Deutschland haben mehrere Gerichte das Angebot zwischenzeitlich verboten. Viele Chauffeure haben keinen Personenbeförderungsschein – den brauchen sie aber, um auf gewerblicher Basis Fahrgäste befördern zu dürfen.

Nur eine Mitfahrzentrale?

Uber stuft die Fahrten als Mitfahrgelegenheiten ein: Wer als privater Fahrer andere mitnimmt und dafür Spritgeld nimmt, benötigt auch keinen Personenbeförderungsschein. Allerdings empfiehlt das Unternehmen einen Preis, der über den Betriebskosten liegen dürfte – damit bewertet das Personenbeförderungsgesetz die Fahrt als gewerblich.

„Rahmenbedingungen anpassen“

Uber ist sich der gesetzlichen Beschränkungen offenbar bewusst – das Unternehmen fordert immer wieder, die rechtlichen Rahmenbedingungen an neue Fahrdienste anzupassen.

Uber stellt Autofahrern eine Smartphone-App zur Verfügung, um zahlungswillige Mitfahrer zu finden. Dafür verlangt das Unternehmen einen Anteil des vereinbarten Tarifs. Das Taxigewerbe läuft Sturm gegen den Konkurrenten aus Kalifornien. Dieser bietet seine Dienste nach eigenen Angaben weltweit in 55 Ländern an, wird aber in immer mehr Märkten gerichtlich ausgebremst. In Deutschland darf Uber nach einem Urteil des Frankfurter Landgerichts keine Fahrten anbieten, bei denen der Autofahrer keine behördliche Genehmigung zur Personenbeförderung hat.

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