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05.08.2012

12:16 Uhr

Umstrittener Investor

Berggruen prüft Verkauf von Karstadt-Premiumhäusern

Nach einem Medienbericht will Karstadt-Investor Nicolas Berggruen nun doch Premium-Filialen verkaufen. Noch Mitte Juli wurden Verkaufspläne dementiert. Doch es wäre nicht die erste gebrochene Zusage.

Bergab bei Karstadt?

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EssenDer Besitzer der Warenhauskette Karstadt, Nicolas Berggruen, prüft nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ den Verkauf seiner Premium-Filialen. Karstadt-Aufsichtsratschef Jared Bluestein verhandle demnach derzeit persönlich sowohl mit der Qatar Holding als auch mit dem kanadischen Familienunternehmen George Weston Limited über einen möglichen Verkauf. Eine Sprecherin Berggruens kommentierte am Sonntag die angeblichen Verkaufsabsichten der dpa gegenüber zunächst nicht.

Drei Jahre nach der Pleite der Warenhauskette und der Übernahme durch den Investor Berggruen hatte Karstadt Mitte Juli den Abbau von 2000 der 25.000 Arbeitsplätze angekündigt. Ende August läuft der Sanierungstarifvertrag aus. Die Einschnitte begründete Karstadt-Chef Andrew Jennings mit dem Konzernumbau und einem schwierigen Geschäftsumfeld wegen der Euro-Krise.

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Verkaufspläne auch für die Premiumhäuser hatte die Unternehmensspitze stets dementiert. Die Zahl der Karstadt-Filialen solle aber unverändert bleiben. Auch ein Teilverkauf sei nicht geplant, hieß es Mitte Juli. Von den 83 Waren- und 26 Sport-Häuser solle nach derzeitigem Stand keines geschlossen werden, sagte ein Unternehmenssprecher Handelsblatt Online. Alle Häuser lieferten „einen positiven Ergebnisbeitrag“.

Die größten Einzelhändler der Welt

Platz 10

Best Buy (USA)

Das US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 50,27 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2010 über einen Umsatz von 67,42 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 68 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 77,95 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2010 gigantisch aus.

Platz 6

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2010 setzte der Lebensmittelhändler 82,19 Milliarden Dollar um.

Platz 5

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 89,08 Dollar im Jahr 2010 ebenfalls einen Spitzenplatz.

Platz 4

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit betreiben die Briten 5390 Supermärkte Großbritannien 94,185 4,104 384.389 Einzelhandel Philip Clarke

Platz 3

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Die Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2010 rund 96,4 Milliarden Dollar um.

Platz 2

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit 471.755 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2010 einen Umsatz von 120,3 Milliarden Dollar. Nur ein Einzelhändler setzte mehr um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 421,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2010 um - bei einem Gewinn von 16 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern 2,1 Millionen Angestellte.

Jennings bezeichnete den Stellenabbau als schmerzhaft. „Aber wir leiden nicht nur unter komplexen und ineffizienten Altstrukturen, sondern befinden uns auch im wirtschaftlich schwierigen Umfeld der Eurokrise“, sagte er der „FAZ“. Der Abbau erfolge mit dem Ziel, Strukturen und Prozesse weiter zu straffen und zu vereinfachen, und zwar in der gesamten Organisation. Einzelheiten würden in Abstimmung mit den Betriebsräten festgelegt und voraussichtlich im Oktober bekanntgegeben.

Hauptsächlich wolle das Unternehmen das Ziel durch Frühpensionierung, Nichtverlängerung befristeter Verträge und freiwilligen Austritt von Mitarbeitern erreichen. Betriebsbedingte Kündigungen wurden aber nicht explizit ausgeschlossen. Mit dem scharfen Wettbewerbsumfeld im Einzelhandel und den „herausfordernden Marktbedingungen der Euro-Krise“ begründet der Warenhauskonzern Karstadt den geplanten Abbau der 2000 Vollzeitstellen.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

05.08.2012, 13:12 Uhr

Massenkaufkraft sinkt seit Jahren.
Was hat der sich beim Einstieg bitte gedacht?
Das wird ein Geldgrab für den Berggruen.

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