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22.12.2016

11:45 Uhr

Umstürzende Kommoden

Ikea einigt sich mit Opfer-Familien

Mehrere Kleinkinder wurden in den USA durch umgestürzte Ikea-Kommoden getötet. Nun hat der Möbelriese eine Einigung mit den Angehörigen erzielt. Drei betroffene Familien erhalten zusammen 50 Millionen Dollar.

Die schwedische Möbelkette gesteht sich den Fehler ein. dpa

IKEA

Die schwedische Möbelkette gesteht sich den Fehler ein.

New YorkNach dem Tod mehrerer Kleinkinder durch umgestürzte Kommoden in den USA haben der schwedische Möbelhersteller Ikea und die Anwälte der Eltern eine Einigung erzielt. Das teilte Ikea am Donnerstag auf Anfrage mit, ohne weitere Details zu nennen. Die Einigung sei noch nicht gerichtlich bestätigt worden, „und es wäre für uns zu diesem Zeitpunkt unangebracht, einen Kommentar abzugeben“, hieß es bei Ikea.

Opferanwälte berichteten, Ikea werde 50 Millionen US-Dollar (48 Millionen Euro) an drei betroffene Familien zahlen. Darauf hätten sich alle Seiten nach zweitägigen Mediationen geeinigt, teilte die in Philadelphia ansässige Anwaltskanzlei Feldman Shepherd am Mittwoch (Ortszeit) mit. Ikea werde außerdem 250 000 Dollar an Kinderkrankenhäuser und Kinderhilfsgruppen zahlen.

Drei Kinder wurden durch die Möbelstücke erschlagen oder erstickt. dpa

Ikea Kommode Malm

Drei Kinder wurden durch die Möbelstücke erschlagen oder erstickt.

Ikea hatte im Sommer dieses Jahres nach dem Tod der Kleinkinder 36 Millionen Möbelstücke in den USA und Kanada zurückgerufen. In dem jetzt verhandelten Fall ging es nach Angaben der Anwälte um drei Kleinkinder im Alter von zwei Jahren. Die drei kamen ums Leben, als Sechs- beziehungsweise Drei-Schubladen-Kommoden umkippten und sie erdrückten oder erstickten.

In einer Mitteilung von Anfang November hatte Ikea von einem vierten Todesfall im Zusammenhang mit den Malm-Kommoden gesprochen, der sich schon 2011 ereignete. Der Möbelhersteller hatte darauf hingewiesen, dass die Kommoden gemäß Anleitung an der Wand befestigt werden müssen.

Von

dpa

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