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11.09.2013

21:19 Uhr

Umweltministerium prüft

War Warsteiner der Legionellen-Herd?

Die Legionellen-Epidemie in Warstein ist eingedämmt. Die Suche nach dem Ausgangspunkt der Infektionswelle geht weiter. Jetzt rückt die Warsteiner-Brauerei ins Visier: Das dortige Abwassersystem ist belastet.

Solange die Reisewarnung für Warstein gilt, soll der Besucherbetrieb in der Brauerei eingestellt werden. obs

Solange die Reisewarnung für Warstein gilt, soll der Besucherbetrieb in der Brauerei eingestellt werden.

WarsteinDas NRW-Umweltministerium prüft, ob die Verbreitung von Legionellen-Bakterien im sauerländischen Warstein in der dortigen Großbrauerei ihren Ausgang genommen hat. Bei zwei Messungen im Abwassersystem der Brauerei sei eine starke Belastung festgestellt worden, sagte ein Ministeriumssprecher. Bei einer weiteren Messung sei der Abwasserzulauf aus der Brauerei zur Kläranlage Warstein belastet gewesen. Geklärt werden müsse nun, ob die Brauerei-Kläranlage über die Luft kontaminiert wurde oder die eigentliche Quelle für die Legionellenbelastung ist.

Das Bier sei nicht betroffen, sagte der Sprecher weiter. Es werde fast in einem Reinraum hergestellt und während der Produktion auf fast 100 Grad erhitzt. Die Bakterien sterben bei über 60 Grad ab.

In Warstein sind in den vergangenen Wochen 165 Menschen mit einer Legionellen-Infektion behandelt worden. 26 Patienten liegen noch im Krankenhaus, zwei von ihnen auf der Intensivstation. Zwei Männer sind an der durch die Bakterien ausgelösten Erkrankung gestorben. In einem weiteren Todesfall besteht der Verdacht, dass eine Legionellose die Ursache ist.

Die größten Bierbrauer weltweit

Platz 10

BGI / Groupe Castel (Frankreich)

Das französische Traditionsunternehmen BGI / Groupe Castel verkauft nicht nur Bier, sondern auch Wein und Soft Drinks. Insbesondere in Afrika sind die Franzosen mit ihren Marken Castel und Flag gut aufgestellt.

Ausstoß (Mio. hl): 29,8

*Quelle: Barth-Haas Group/Statista, alle Zahlen für 2015

Platz 9

Kirin (Japan)

Die Japaner haben durchaus Sinn für ausgefallene Bierkreationen, entwarfen vor wenigen Jahren ein Frozen Beer. Obwohl die Brauerei, die zum Industriekonglomerat Mitsubishi gehört, ihre Vormachtstellung auf dem Heimatmarkt vor zehn Jahren an Asahi abtreten musste, ist sie global führend.

Ausstoß (Mio. hl): 43,1

Platz 8

Beijing Yanjing Beer Company (China)

Yanjing ist der Durchstarter in Asien. In rasantem Tempo hat sich das Kleinunternehmen zu einem mächtigen Konzern im asiatischen Raum entwickelt. Die Gründung der Brauerei liegt nur gut 30 Jahre zurück.

Ausstoß (Mio. hl): 48,3

Platz 7

Molson-Coors (USA/Kanada)

Die Erfinder des Dosenbiers sind auch international längst eine Größe. 2012 übernahm das Unternehmen die tschechische Brauereigruppe StarBev, zu der auch Staropramen gehört. Dadurch gehören die Amerikaner vor allem in Osteuropa zu den führenden Brauern.

Ausstoß (Mio. hl): 58,1

Platz 6

Tsingtao Brewery (China)

Die Chinesen haben ihren Einfluss in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Als einer der Hauptsponsoren der olympischen Spiele von 2008 in Peking hat sich Tsingtao fest etabliert. Bereits seit 1972 vertreibt die Firma ihre Produkte auch in den USA.

Ausstoß (Mio. hl): 70,5

Platz 5

China Resource Brewery (China)

Dieses Unternehmen setzt auf Kompetenz aus Europa: Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“ für den chinesischen Markt. Und das durchaus erfolgreich. Wächst die Marke weiter wie bisher, dürfte bald im Ranking aufsteigen.

Ausstoß (Mio. hl): 117,4

Platz 4

Carlsberg (Dänemark)

Die Dänen haben sich längst von einer regionalen Marke zum Global Player entwickelt. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

Ausstoß (Mio. hl): 120,3

Platz 3

Heineken (Niederlande)

Die Welt trinkt Heineken, möchte man meinen. Die Marke hat sich international längst etabliert. Heineken ist auch an den deutschen Marken Kulmbacher und Paulaner beteiligt.

Ausstoß (Mio. hl): 188,3

Platz 2

SAB Miller (Vereinigtes Königreich)

Die britische Brauerei ist berühmt-berüchtigt für das „Miller“. Die ur-amerikanische Marke gehört seit 2002 zum SAB-Miller-Konzern und hat sich die australische Traditionssorte Foster's einverleibt.

Ausstoß (Mio. hl): 191,3

Platz 1

Anheuser-Busch Inbev NV/ SA (Belgien)

Der amerikanisch-belgisch-brasilianische Brauriese kann seinen Marktenteil sogar weiter steigern. Mittlerweile stammt jedes fünfte Bier, das weltweit verkauft wird, aus dem Konzern. Die bekannteste deutsche Marke im Portfolio ist Beck's.

Ausstoß (Mio. Hektoliter): 409,9

Die Kläranlage Warstein des Ruhrverbandes gilt als Ursache für die Belastung des Flusses Wester. Über den Fluss waren die Erreger vermutlich in die Kühlanlage einer Firma und von dort in die Umgebungsluft gelangt. Eine Reisewarnung des Kreises Soest für Warstein gilt mindestens noch bis Donnerstag.

Der Brauerei sei nun die Abdeckung der Klärbecken sowie eine Desinfektion mit UV-Bestrahlung im Ablauf angeordnet worden, so das Ministerium weiter. Außerdem müssen die Kühlaggregate nun andauernd desinfiziert werden. Am Dienstag seien amtliche Proben genommen worden. Ergebnisse werden frühestens am Freitag erwartet.

Die Ergebnisse der beiden Messungen mit der starken Belastung seien den Behörden am Dienstag bekanntgemacht worden, so das Ministerium. Sie seien der Anlass für eine „Dienstbesprechung“ im Ministerium gewesen, an der neben zahlreichen Behörden auch Prof. Martin Exner vom Hygiene-Institut der Uniklinik Bonn, das Umweltbundesamt sowie Vertreter der Brauerei teilnahmen. Nach Angaben eines Brauerei-Sprechers wurde hingegen die Brauerei am Dienstagabend durch den Kreis Soest über die hohe Belastung im Abwasser informiert.

Die Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG hatte zuvor schriftlich mitgeteilt, dass die Erreger am Ausgangsbereich eines Abwasser-Vorbehandlungsbeckens gefunden wurden. Es seien Schutzmaßnahmen eingeleitet worden. Man wolle alles Mögliche unternehmen, um Risiken für die Gesundheit der Mitarbeiter und der Bürger Warsteins auszuschließen, hieß es. Unter anderem soll der Besucherbetrieb eingestellt bleiben, solange die Reisewarnung für Warstein besteht. „Unsere Produkte sind sicher“, betonte eine Brauereisprecherin.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

11.09.2013, 21:06 Uhr

Wenn das wahr ist kauft dort keine mehr die Pampe, verseucht oder nicht.
Schmeckt seit rund 10 Jahren ohnehin alles gleich am deutschen Markt.

Account gelöscht!

12.09.2013, 07:09 Uhr

Ich trinke sowieso Veltins.

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