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30.01.2007

12:42 Uhr

Uneternehmen im Umbau

CeWe Color plant Zukäufe statt Sonderdividende

Der Fotoentwickler CeWe Color plant weitere Einschnitte und Zukäufe und sieht daher keinen Spielraum für eine Sonderdividende.

HB HANNOVER. Zu der von den beiden Großaktionären M2 Capital Management und K Capital Partners geforderten Sonderausschüttung werde es nicht kommen, sagte CeWe-Color-Chef Rolf Hollander am Dienstag Reuters. „Sie werden damit auf der außerordentlichen Hauptversammlung, die M2 Capital verlangt hat, nicht durchkommen. Unser größter Eigner, die Erbengemeinschaft des Gründers, steht voll hinter dem Management.“

CeWe Color brauche aber Kapital, um an der Konsolidierung des Marktes teilzunehmen und Wettbewerber zu übernehmen, betonte Hollander. Es gebe Gespräche, Konkretes könne er derzeit aber nicht sagen. Zugleich fielen in diesem Jahr Restrukturierungskosten an. Im vergangenen Jahr schlug vor allem die Schließung von vier Werken mit 6,2 Millionen Euro zu Buche. „Unser Werk in Berlin wird in diesem Jahr geschlossen, davon sind 70 Mitarbeiter betroffen“, sagte Hollander. Derzeit sind bei dem in Oldenburg ansässigen Unternehmen 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Vor einem Jahr waren es noch 3700.

Die beiden Großaktionäre und Hedge-Fonds haben CeWe Color zufolge eine Sonderausschüttung von 37 bis 120 Millionen Euro gefordert. M2 Capital halte 8,97 Prozent an dem Unternehmen, K Capital 7,6 Prozent. Die Erbengemeinschaft des Firmengründers Heinz Neumüller sei mit 26,8 Prozent der größte Eigner.

M2 Capital agiere gemeinsam mit K Capital und habe eine außerordentliche Hauptversammlung verlangt, sagte Hollander. Dort solle der Aufsichtsrat ausgetauscht und ein neuer Vorstand gewählt werden, der dann die Sonderausschüttung vornehme. „Es gibt kräftige Einschnitte, da kann man kein Kapital entziehen“, sagte Hollander. „Wir brauchen die Liquidität als strategische Ressource, um 2007 durch das Tal zu kommen.“

Wegen des Siegeszugs der Digitalfotografie und des rückläufigen Geschäfts mit klassischen Bildern befindet sich das Unternehmen in einem Unbauprozess. Umsatz und Vorsteuergewinn gingen im vergangenen Jahr deutlich zurück.

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