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10.01.2008

18:01 Uhr

Unter Druck

TUI muss für Bond mehr Zinsen zahlen

Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI muss für seine Umtauschanleihe mehr Zinsen zahlen als geplant. Die Anleiheemission war nach negativen Meldungen aus der Konsumbranche unter Druck geraten.

HB HANNOVER. Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI hat seine Umtauschanleihe über 450 Mill. Euro vollständig platziert, muss allerdings mehr Zinsen zahlen als geplant. Wie TUI am Donnerstag mitteilte, fallen jährlich 4,5 Prozent Zinsen an. Ursprünglich war die Anleihe am Vortag mit einem Kupon von bis zu 4,125 Prozent angeboten worden. Die TUI-Aktie zog nach Bekanntgabe der Anleihe-Konditionen stärker ins Minus. Sie lag am Nachmittag gut drei Prozent unter dem Vortag bei 16,30 Euro.

Die Anleiheemission war am Mittwoch nach negativen Meldungen aus der Konsumbranche ein wenig unter Druck geraten. Das britische Bekleidungshaus Marks & Spencer hatte europaweit die Aktien von Konsumunternehmen belastet und den Gesamtmarkt negativ beeinflusst.

Wegen der Kursverluste bei der britischen TUI Travel muss TUI nun zur Sicherung der Anleihe auch mehr Aktien seiner Tochter verkaufen als geplant. Zur Deckung würden nun 119,5 Mill. Aktien bereitgestellt. Dies seien 10,7 Prozent des TUI-Travel-Aktienkapitals, teilte TUI mit. Ursprünglich war mit einem Verkauf von 9,1 Prozent kalkuliert worden, die bis zur Rückzahlung der Anleihe von der auf Jersey registrierten Finanzgesellschaft Nero Finance übernommen werden. Der Umtauschpreis je Aktie liegt mit 3,765 Euro nun 30 Prozent über dem Referenzkurs von 2,896 Euro.

TUI hatte am Vortag bekräftigt, mit dem vorübergehenden Verkauf von TUI-Travel-Aktien sei kein Rückzug aus der Touristiktochter verbunden. Die Anleihe werde später nicht in Aktien, sondern in bar zurückgezahlt. Die bisherige Stimmrechtsmehrheit von 51 Prozent am größten europäischen Reiseanbieter bleibe unverändert bei TUI. Dies sei mittels vertraglicher Regelungen mit der Deutschen Bank und Nero Finance sichergestellt.

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