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04.01.2005

15:19 Uhr

Unterlassungserklärung soll abgegeben werden

Wettbewerbshüter kritisieren Rabattaktionen

Die zum Handelskonzern Metro gehörende Elektronikkette Media Markt hat eine positive Bilanz ihrer Rabattaktion am ersten Öffnungstag im neuen Jahr gezogen. Das Unternehmen rief mit dem Preisnachlass ebenso wie die Schwestergesellschaft Saturn aber Verbraucherschützer auf den Plan.

Aggressive Werbung lockte die Kunden scharenweise. Foto: dpa

Aggressive Werbung lockte die Kunden scharenweise. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. „Es war die erfolgreichste Aktion, die wir seit Jahren durchgeführt haben“, sagte ein Media-Markt-Sprecher am Dienstag. „Die Märkte waren deutschlandweit überfüllt. Wir sind vollauf zufrieden.“ Zufahrtsstraßen und Parkplätze seien an vielen Orten verstopft gewesen. Augenzeugen und Analysten berichteten, an den Kassen hätten sich Schlangen gebildet, in denen die Kunden bis zu zwei Stunden warten mussten. Die Fachmärkte hatten aggressiv damit geworben, den Kunden die Mehrwertsteuer auf alle Waren zu erlassen. Zum zusätzlichen Umsatz durch die Rabattaktion äußerte sich der Sprecher nicht. Der Metro-Konzern veröffentlicht am 12. Januar Umsatzzahlen für 2004. Metro-Aktien legten am Dienstag um 1,1 Prozent auf 42 Euro zu.

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (WBZ) in Frankfurt forderte Media Markt auf, bis Mittwochabend eine Unterlassungserklärung zu der Werbemaßnahme abzugeben.

„Die Werbung von Media Markt ist insofern irreführend, als sie mit einem Preisnachlass in Höhe des Mehrwertsteuersatzes von 16 Prozent wirbt. Tatsächlich aber liegt der gewährte Rabatt nur bei 13,79 Prozent, da sich der Nachlass nicht auf den Brutto-, sondern auf den Nettopreis bezieht,“ sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Hans-Frieder Schönheit zu Reuters.

Das sei nicht richtig, sagte der Media-Markt-Sprecher. Die 16 Prozent seien vom ursprünglichen Bruttopreis abgezogen worden.

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