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30.01.2004

12:04 Uhr

Unternehmen spricht von Einzelfällen

Adecco gibt Entwarnung

Der Schweizer Personaldienstleister Adecco hat im Zug einer ersten Prüfung seiner Buchführung keine Hinweise auf breit angelegte Unterschlagungen oder ähnliche Unregelmässigkeiten festgestellt.

HB ZÜRICH. Adecco teilte am Freitag mit, die Untersuchung der Mitte Januar ans Licht gekommenen Probleme vor allem im Nordamerika-Geschäft befinde sich zwar noch in einem frühen Stadium, es gebe aber keine Hinweise Unregelmässigkeiten, die für das Gesamtunternehmen von finanzieller Bedeutung wären.

Die Börse reagierte auf die Erklärung, über die seit Tagen spekuliert worden war, mit Erleichterung. Banken stuften die Aktie wieder höher ein. In der ersten Börsenstunde gewann die Adecco-Aktie mehr als zehn Prozent auf 64 sfr. Anfang Januar, bevor Adecco den Jahresabschluss wegen der Probleme in Nordamerika auf unbestimmte Zeit verschieben musste, hatte der Titel allerdings noch bei mehr als 80 sfr notiert.

In einigen Ländern und Filialen seien Fälle von Unterschlagung und ähnliche Unregelmässigkeiten festgestellt worden, teilte Adecco weiter mit. Der Verwaltungsrat glaube jedoch nicht, dass sich diese als bedeutend für das Gesamtunternehmen herausstellen würden. Adecco will das Kontrollsystem weltweit verstärken und hat einen unabhängigen Beobachter bestellt, der die Untersuchungen überwachen soll.

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