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13.11.2011

13:56 Uhr

Unternehmenskonsortium

Ex-Karstadt-Chef Urban bietet um Kaufhof mit

Eine Riege einflussreicher Unternehmerfamilien will die Mehrheit an der Kaufhauskette Kaufhof erwerben. Wie nun bekannt wurde, wird das Konsortium vom ehemaligen KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban angeführt.

Kaufhof-Filiale in Dortmund: Ein dritter Bieter ist nun bekannt geworden. dapd

Kaufhof-Filiale in Dortmund: Ein dritter Bieter ist nun bekannt geworden.

Im Rennen um die Warenhaus-Kette Kaufhof wirft ein weiterer Interessent seinen Hut in den Ring. Der frühere KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban gab in der Zeitung „Bild am Sonntag“ die Offerte einer von ihm geführten Bietergruppe für die Metro-Tochter bekannt.

„Das Angebot stammt von einem Konsortium großer deutscher Unternehmerfamilien“, sagte Urban dem Blatt. „Wir wollen 51 Prozent von Kaufhof übernehmen, bei Bedarf auch 100 Prozent.“ Urban schlug dem Vorabbericht zufolge vor, dass die Metro AG mit 49 Prozent Minderheitsgesellschafter von Kaufhof bleiben könne.

Metro: Kaufhof-Verkauf nicht vor Weihnachten

Metro

Kaufhof-Verkauf nicht vor Weihnachten

Außer den beiden bekannten gebe es weitere Interessenten, sagte Noch-Metro-Chef Cordes.

„Herr Urban hat uns das Angebot eines deutschen Konsortiums zukommen lassen“, wurde ein Metro-Sprecher zitiert. Die Zeitung berichtete, Urban habe die Übernahmeofferte für die 2,4 Milliarden Euro schwere Kaufhof-Kette vergangene Woche bei Metro eingereicht.

Über Kaufhof spricht Metro bereits mit dem Eigner des Konkurrenten Karstadt, Nicolas Berggruen, sowie dem österreichischen Immobilien-Investor Signa. Die Transaktion verspricht daher ein Bieter-Krimi zu werden. Doch vor Weihnachten wird Kaufhof wird nach Einschätzung des scheidenden Metro-Chefs Eckhard Cordes voraussichtlich nicht mehr den Besitzer wechseln. „Wir sind dabei, die Angebote zu prüfen. Wir sitzen aber noch nicht am Verhandlungstisch“, sagte Cordes in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa und der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Mit den Bietern gebe es viele Detailfragen zu klären, beispielsweise die Eigentumsverhältnisse bei den einzelnen Häusern. „Das müssen sie alles wissen, bevor sie überhaupt zum Geld kommen“, verdeutlichte Cordes die Sicht der Bieter. Die Metro AG ihrerseits müsse als Verkäuferin sicher sein, dass Erwerber den Kaufpreis in Milliardenhöhe stemmen werden, und dies auch schriftlich bestätigt erhalten. „Wir müssen uns überzeugen können, dass die Partner wirklich finanzieren können.“

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