Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.03.2012

19:13 Uhr

US-Elektronikhändler

Best Buy macht 50 Groß-Filialen dicht

Als Konsequenz der schlechten Quartalszahlen will der Elektronik-Einzelhändler 50 seiner Groß-Filialen in den USA schließen. Außerdem sollen 400 Stellen gestrichen werden. Ein Umbau soll den Umsatz wieder ankurbeln.

Eine Filiale von Best Buy in Salt Lake City. ap

Eine Filiale von Best Buy in Salt Lake City.

New YorkDer weltgrößte Elektronik-Einzelhändler Best Buy bekommt die Konkurrenz von Online-Anbietern wie Amazon immer stärker zu spüren. In dem wegen des Weihnachtsgeschäfts traditionell besonders lukrativen Schlussquartal konnte der US-Konzern seinen Umsatz zwar auf 16,6 Milliarden Dollar steigern, verfehlte aber die Erwartungen der Experten. Nun sollen 50 Groß-Filialen in den USA geschlossen und 400 Stellen gestrichen werden, wie Best Buy am Donnerstag mitteilte. Branchenkennern zufolge dienen Best-Buy-Läden immer mehr Kunden nur dazu, die Produkte anzusehen - bevor sie dann online auf Schnäppchenjagd gehen. Durch den Siegeszug von Internet-Handys falle den Kunden der Preisvergleich schon vor Ort immer leichter. Best-Buy-Aktien verloren fast zehn Prozent.

Best Buy hatte im Weihnachtsgeschäft mit Rabatten auf eine breite Palette von Geräten um Kunden gekämpft. Das Unternehmen hatte zudem versprochen, jeden Preis von Konkurrenten mit ebenfalls traditionellen Filialen zu unterbieten. Doch Schätzungen von Branchenexperten zufolge kann der Online-Händler Amazon gerade im Geschäft mit Elektroartikeln mit durchschnittlich 17 Prozent den größten Preisnachlass bieten.

Best Buy fuhr in dem am 3. März zu Ende gegangenen vierten Quartal einen Verlust von 1,7 Milliarden Dollar ein nach einem Nettogewinn von 651 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Neben der Schließung von Großfilialen setzt das Unternehmen auf kleinere Läden: Rund 100 davon will es im laufenden Geschäftsjahr eröffnen. Von dem Umbau verspricht sich Best Buy Einsparungen von rund 800 Millionen Dollar bis zum Jahr 2015. Damit soll auch in die Verbesserung des Kundendienstes und die Ausbildung der Verkäufer investiert werden - sowie in Sonderangebote, die den Umsatz ankurbeln sollen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×