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10.04.2012

18:36 Uhr

US-Elektronikhändler

Führungswechsel bei Best Buy

Der Elektronik-Händler Best Buy hat auf die Konkurrenz aus dem Netz reagiert und den Chef ausgetauscht. Die Anleger reagierten positiv: Kurzfristig stieg die Aktie des Unternehmens um 4,8 Prozent.

Die weltgrößte Elektronik-Kette Best Buy sucht nach einem neuen Chef. dpa

Die weltgrößte Elektronik-Kette Best Buy sucht nach einem neuen Chef.

New YorkDer weltgrößte Elektronik-Einzelhändler Best Buy wagt angesichts der wachsenden Online-Konkurrenz einen personellen Neuanfang: Wie der US-Konzern am Dienstag mitteilte, gibt Brian Dunn nach weniger als drei Jahren den Chefposten auf. Während der Suche nach einem Nachfolger werde Mike Mikan die Geschäfte übernehmen.

Es gebe keine Meinungsverschiedenheiten mit Dunn, erklärte das Unternehmen. Aber alle Beteiligten seien übereingekommen, dass die Zeit für eine neue Führung reif sei, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern.

Die Handelskette, die in teueren Innenstadtlagen Kunden anzulocken versucht, bekommt die Konkurrenz von Online-Anbietern wie Amazon oder Diskont-Märkten wie Wal-Mart immer stärker zu spüren - so zuletzt im Weihnachtsgeschäft, als Best Buy die Erwartungen der Analysten verfehlte.

„Er hat einen schrecklichen Job“, sagt ein Analyst über den Ex-Chef von Best Buy Brian Dunn. dapd

„Er hat einen schrecklichen Job“, sagt ein Analyst über den Ex-Chef von Best Buy Brian Dunn.

Die Anleger reagierten zunächst sehr erleichtert und trieben den Aktienkurs um bis zu 4,8 Prozent auf 23,74 Dollar in die Höhe. Mit dem Gesamtmarkt rutschte der Kurs aber später ab und lag mit 22,09 Dollar 2,5 Prozent im Minus.

„Ich hasse es zwar unverschämt zu sein, aber ich denke, er hat einen schrecklichen Job gemacht“, kommentierte Michael Pachter, Analyst bei Wedbush Securities. Best Buy sei für den Wettbewerb mit dem Internet-Handel einfach schlecht gerüstet.

Brian Sozzi, Chefanalyst bei NBG Produtions, erklärte, Dunn habe zu spät Filialen geschlossen. Einig waren sich die Experten darin, dass Best Buy Kosten sparen und eine neue Strategie erarbeiten müsse.

Erst Ende März hatte das Unternehmen die Schließung von 50 Groß-Filialen in den USA beschlossen. 400 Stellen sollten wegfallen. Branchenkennern zufolge dienen Best-Buy-Läden immer mehr Kunden nur dazu, die Produkte anzusehen - bevor sie dann online auf Schnäppchenjagd gehen.

Mikan, der nun vorläufig Best Buy leiten soll, ist seit April 2008 Direktor bei der Handelskette. Chairman des Unternehmens bleibt Gründer Richard Schulze.

Von

rtr

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