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19.10.2011

03:40 Uhr

US-Modekette

Abercrombie und Fitch kommt nach Deutschland

Klamotten der US-Marke Abercrombie & Fitch sind bei vielen Kult, obwohl es bislang hierzulande keinen eigenen Laden gibt. Das ändert sich bald. Muss sich Deutschland jetzt warm anziehen?

Eine Abercrombie & Fitch-Tüte. Reuters

Eine Abercrombie & Fitch-Tüte.

BerlinDie amerikanische Mode-Marke, die kurz A&F genannt wird, betreibt auf deutschem Boden bislang keinen Laden. Dennoch hat sie hierzulande viele Fans. Noch dieses Jahr soll in Düsseldorf der erste A&F-Store der Bundesrepublik aufmachen. Bald müssen Abercrombie-Anhänger nicht mehr im Internet suchen oder gar in die USA oder ins europäische Ausland reisen, um Hosen, Hemden oder Hoodies (so heißen hier die Kapuzenpullis) zu kaufen.

Jahrelang waren zum Beispiel die Shirts als USA-Souvenir oder Mitbringsel beliebt. Mancher Trendsetter behandelte die Tüten wie Trophäen, hält es aber inzwischen sogar für out, A&F anzuhaben. Auch Promis wie der TV-Entertainer Stefan Raab haben die Kleidung mit dem typischen Elch-Logo schon getragen - auch wenn Raab nicht gerade dem Idealbild des A&F-Mannes entspricht. In Kampagnen oder im Webauftritt sind eher schlanke Typen im College-Alter zu sehen.

„Viele kennen Abercrombie & Fitch nur aus dem Amerika-Urlaub, aus dem Internet oder von Freunden“, sagt Franz-Rudolf Esch, Direktor des Instituts für Marken- und Kommunikationsforschung an der EBS Business School in Oestrich-Winkel (Hessen). „Gerade diese Verknappung erhöhte bislang die Begehrlichkeit für die Marke, weil sie nicht so einfach für jedermann zu erlangen war“, sagt der Experte. „Abercrombie & Fitch und die Tochtermarke Hollister nutzen das Prinzip des Word-of-Mouth. Diese persönliche Kommunikation wirkt stärker und ist glaubwürdiger als Massenkommunikation“, sagt Esch.

Wahrscheinlich deshalb beantwortet A&F noch lange nicht jede Presseanfrage. Man ist sehr darauf erpicht, die Informationskanäle zu kontrollieren. Klassische Werbekampagnen gelten als unnötig. Beim German Council Kongress in Berlin, einer Art Gipfeltreffen der Shopping-Center-Branche, bekamen Fachleute im September einige Expansionspläne zu hören. Richard Collyer, als „Senior Director Real Estate“ sozusagen für die Eroberung Europas zuständig, plauderte aus dem Nähkästchen. Demnach sollen, nach Düsseldorf, im Jahr 2012 auch ein A&F-Laden in Hamburg und einer in München folgen.

Kommentare (3)

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14.11.2011, 14:50 Uhr

Wenn ein damaliger Kumpel, der Mainstreamer schlechthin (muss I-phone, A&F-Klamotten usw. haben) mir nicht vor drei Jahren seine A&F Klamotten vorgeführt hätte, hätte ich erst sehr spät Wind davon abbekommen.
Somit laufe ich auch seit gut 3 Jahren mit A&F Shirts herum. Leider läuft nun fast jeder 5. damit herum. Die Träger werden jünger und klischeehafter (siehe wie bei Ed Hardy)
Wenn so ein Laden nun auch nach Deutschland kommt, verliert es an Reiz und ich habe immer gehofft, dass das mal nie passiert. Ich hätte mal endlich Klamotten an, die nicht für jeden zugänglich sind.

kokomatz

06.12.2011, 00:18 Uhr

Habe mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Abercrombie and Fitch auseinandergesetzt und bin dabei auf das folgende Buch gestoßen:
http://www.amazon.de/meaning-Americanisation-illustrated-example-Abercrombie/dp/3640872851/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1323126712&sr=1-1

Für alle die sich weiter mit dem Thema auseinandersetzen wollen, sehr zu empfehlen!

andreashi

11.10.2012, 14:07 Uhr

Abercrombie and Fitch Kleidung ist mein Favorit für das Tragen. Ich habe gesehen ihre Kleidung zum Verkauf an http://www.abercrombiedeutschlandde.de.com abercrombie deutschland. Wirklich lieben

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