Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.12.2014

17:33 Uhr

US-Taxidienst

Uber will in Indien Auswahl der Fahrer überprüfen

Uber reagiert auf die Vergewaltigungsvorwürfe gegen einen Fahrer: Das US-Unternehmen will die Auswahl seiner Fahrer in Indien künftig sorgfältiger überprüfen. In Neu-Delhi will Uber seinen Dienst bald wieder aufnehmen.

Uber ist in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi momentan verboten. Reuters

Uber ist in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi momentan verboten.

Neu-DelhiNach den Vergewaltigungsvorwürfen in Indien will der US-Taxidienst Uber sein dortiges Geschäft überprüfen und bei der Auswahl der Fahrer sorgfältiger vorgehen. „Wir müssen besser werden“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag und kündigte an, seinen derzeit in Neu-Dehli verbotenen Dienst wieder aufnehmen zu wollen.

Uber habe nach den jüngsten Vorgängen über den Service in Indien nachgedacht und werde umgehend wichtige Dinge ändern. So wolle man die Kundenbetreuung unter die Lupe nehmen und die Art, wie Uber mit Kommentaren und Beschwerden von Fahrgästen umgehe.

Kampf um die Fahrgäste

Taxigewerbe unter Druck

Für das Taxigewerbe war die Konkurrenz lange überschaubar – die Firmen konkurrierten nur untereinander. Doch derzeit geraten viele Unternehmen unter Druck. Neue Konkurrenz aus dem Internet reißt immer mehr Lücken in das klassische Geschäftsmodell. Ein Überblick.

MyTaxi schaltet Zentrale aus

Mit Apps wie MyTaxi können sich Passagiere ein Taxi finden, ohne dass ein Anruf in der Zentrale nötig wäre. Den Fahrern geht also kein Geschäft verloren, aber den Vermittlern. Die Taxizentralen versuchen mit einer eigenen App, sich die Konkurrenz vom Leib zu halten.

Uber buhlt direkt um die Gäste

Dienste wie Uber konkurrieren direkt mit den Taxiunternehmen um die Gäste. Das Start-up, das mit Google einen potenten Investor hat, betreibt selbst keine Wagen, sondern agiert als Vermittler, der eigenständigen Fahrern eine technische Plattform bietet. Damit wälzt es die Verantwortung ab: Für die Einhaltung der Bestimmungen sind die Fahrer zuständig. Viele Städte halten dieses Modell für unzulässig.

RideWith verbindet Fahrer und Mitfahrer

RideWith ist eine App des Google-Dienstes Waze und startet in Israel: Die Applikation soll Fahrer auf dem Weg zur Arbeit und zurück mit Mitfahrern verbinden. Waze erstellt Routen-Anweisungen auf Grundlage von Informationen der Nutzer über den Verkehrsfluss.

Carsharing als Alternative

Wer nach einem Kneipenabend nach Hause fahren will, kann natürlich nicht selbst fahren. In anderen Fällen sind Carsharing-Dienste aber durchaus eine Alternative. In den Großstädten wird das Netz an Fahrzeugen immer dichter, so dass Nutzer es nicht weit haben. Gerade an Bahnhöfen ist das Angebot groß.

In der Hauptstadt Neu-Delhi ist das Unternehmen nach Vergewaltigungsvorwürfen gegen einen Uber-Fahrer verboten. Der Fall hatte für Aufruhr gesorgt, weil der Beschuldigte bereits vor drei Jahren wegen Vergewaltigung inhaftiert war. Die Zentralregierung forderte die indischen Bundesstaaten auf, Uber ebenfalls zu verbieten. Der rasant-wachsende Taxi-Dienst steht auch in anderen Ländern stark in der Kritik.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×