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12.01.2011

16:25 Uhr

USA und Europa

Baustellen, Verspätungen und Kofferchaos

VonJens Koenen, Matthias Eberle, Katharina Slodczyk, Mathias Brüggmann

Während in Asien die Luftfahrbranche besonders stark wächst, wird in Europa und den USA das Geschäft zunehmend schwieriger. Viele Probleme sind dabei hausgemacht. Wo sich Passagiere am meisten ärgern - und wo sie gerne umsteigen.

Flughafen in Frankfurt: Auf bis zu 90 Millionen Passagiere pro Jahr soll die Zahl der Fluggäste wachsen. ap

Flughafen in Frankfurt: Auf bis zu 90 Millionen Passagiere pro Jahr soll die Zahl der Fluggäste wachsen.

FRANKFURT/DÜSSELDORF/LONDON/BERLIN. Der Flughafen Frankfurt ist für Vielflieger vor allem die Erfahrung täglich neuer Wege zum selben Ziel. Der mit gut 51 Millionen Passagieren im Jahr größte deutsche Flughafen ist eine ständige Baustelle. Jeden Tag tauchen neue Abgrenzungen und Absperrungen auf - ein Tribut an die begrenzten Wachstumsmöglichkeiten des Flughafens.

Der Flughafen der Mainmetropole ist umgeben von Autobahnen, Wohngebieten und Industriekomplexen. Will der Betreiber Fraport ausbauen, muss schon mal - wie aktuell bei der vierten Start- und Landebahn - ein ganzes Chemiewerk weichen. Innen drin, in den Terminals, hat die "äußerliche" Enge paradoxe Folgen: Die Wege werden länger statt kürzer. Neue Abfertigungsgebäude können häufig nur an entlegenen Stellen entstehen.

Das Flughafen-Management um Fraport-Chef Stefan Schulte versucht das Beste aus der Situation zu machen. Auf bis zu 90 Millionen Passagiere pro Jahr soll die Zahl der Fluggäste mit der neuen Start- und Landebahn und den neuen Terminals wachsen. Doch der Weg dorthin war und ist zäh. Seit mehr als zehn Jahren wird um die vierte Bahn gestritten. Zwar rollen mittlerweile die Bagger, es stehen auch schon wichtige Brücken - Ende Oktober soll die Bahn schließlich in Betrieb gehen. Doch ob sie dann auch nachts genutzt werden darf, ist unklar. Hier haben die Richter das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Längst mag sich die Fraport-Spitze deshalb nicht mehr nur auf den Heimatstützpunkt verlassen und ist weltweit tätig, etwa als Betreiber und zum Teil auch Gesellschafter von Flughäfen in Indien, der Türkei oder in Peru. Auch im chinesischen Xianyang sind die Frankfurter am dortigen Flughafenbetreiber beteiligt.

Den geplanten neuen Flughafen in Peking versucht das Management bei Fraport denn auch weniger als Bedrohung denn als Chance zu sehen. "China ist ein riesiger Wachstumsmarkt, das ist eine gute Möglichkeit für uns, unser Wissen etwa beim Flughafen-Management vor Ort einzubringen", sagte ein Unternehmenssprecher.

Kommentare (1)

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Django

12.01.2011, 21:13 Uhr

Keine Ahnung, was diese Kritik an Atlanta oder Delta immer soll.
ich hatte noch nie Probleme.
Weder international noch national.
Von Gate zu Gate max. 15 min.
Wenn das Nadelöhr immigration mal absolviert ist.
Und das Winterchaos war ja wohl in D, Gb, F oder NL nicht kleiner.
Schaut euch mal die Staus auf Deutschlands Autobahnen an.

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