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20.08.2015

14:39 Uhr

Used-Look

H&M verkauft erste Recycling-Jeans

Alte Klamotten abgeben – beim Kauf neuer einen Rabatt bekommen: Das ermöglicht seit 2013 die Modekette H&M. Nun hat der schwedische Konzern die eingereichten Altkleider für eine erste Kollektion recycelt.

Der schwedische Moderiese verkauft Jeans aus recycelter Baumwolle. AFP

H&M

Der schwedische Moderiese verkauft Jeans aus recycelter Baumwolle.

BerlinDie Modekette H&M verkauft demnächst Jeans mit recycelter Baumwolle aus Altkleidern. Ab dem 3. September werde H&M 16 Kleidungsstücke aus Denim für Männer, Frauen und Kinder anbieten, in denen recycelte Baumwolle aus der Initiative „Kleidung sammeln bei H&M“ verarbeitet worden sei, teilte das schwedische Unternehmen am Donnerstag mit. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte die Recycling-Kollektion.

Mit den neuen Jeans-Modellen im Used-Look werde „alten Jeans ein neues Leben“ geschenkt, erklärte der schwedische Modekonzern. Die Kollektion sei „der nächste Schritt auf dem Weg hin zur Schaffung eines geschlossenen Textilkreislaufs“. Ziel des Unternehmens sei es, „den Einfluss der Textilindustrie auf die Umwelt zu reduzieren, indem weniger Abfall auf den Müllhalden landet und natürliche Ressourcen in der Stoffproduktion eingespart werden“.

Derzeit ist H&M nach eigenen Angaben in der Lage, 20 Prozent recycelte Baumwolle aus gesammelten Altkleidern für neue Produkte zu verwenden. Das Unternehmen investiere aber in neue Technologien, um den Anteil noch zu erhöhen, ohne dass die Qualität leide.

„Das ist der richtige Schritt vorwärts“, sagte die Textil-Expertin der Umweltschutzorganisation Greenpeace, Kirsten Brodde, der Nachrichtenagentur AFP. Durch die Rücknahme von Altkleidern mache das Unternehmen seinen Kunden klar, „dass es darum geht, Dinge zurückzubringen und zu recyceln, statt sie wegzuwerfen“. Das Thema Altkleider-Recycling „am Produkt Jeans“ festzumachen, einem der meistverkauften Kleidungsstücke überhaupt, sei daher sehr schlau.

In Deutschland wurden im Jahr 2013 nach aktuellen Angaben des Recycling-Branchendienstes Euwid 1,01 Millionen Tonnen Altkleider erfasst, ein Drittel mehr als 2007. „Das sind meist gut erhaltene Sachen“, stellte Brodde fest.

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