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12.01.2004

07:00 Uhr

Verband: Unternehmen sind stark geschwächt

Handel erwartet 4 500 Firmenpleiten

Deutschlands Einzelhandel wird in diesem Jahr – trotz der prognostizierten Umsatzbelebung – die Nachwirkungen der Konsumflaute noch einmal kräftig zu spüren bekommen.

DÜSSELDORF. Wie der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Holger Wenzel, dem Handelsblatt (Montagausgabe) sagte, rechnet der HDE für 2004 mit insgesamt 4 500 Insolvenzen. Eine ähnlich hohe Zahl hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben.

„Nach den beiden letzten schlechten Jahren sind viele Unternehmen stark geschwächt“, sagte Wenzel. Die Zurückhaltung der Banken tue ihr Übriges. Der HDE hält die erwarteten Pleiten aber nur für die Spitze des Eisberges. Insgesamt werde sich die Zahl der Händler – selbst nach Abzug der Neugründungen – im laufenden Jahr um 20 000 Betriebe auf 395 000 verringern. Vor zwei Jahren hatte der HDE noch 430 000 Handelsunternehmen gezählt.

Nachdem die Flaute im Einzelhandel im vergangenen Jahr rund 30 000 Arbeitsplätze gekostet habe, könnten nach Befürchtungen des HDE auch in diesem Jahr noch einmal 20 000 Jobs gestrichen werden. Dennoch rechnet der Verband mit einer leichten Besserung der Umsatzentwicklung. „Bis zum Jahresende könnte es ein Plus von 0,5 bis 1 % geben“, sagte Wenzel.

Die Hoffnungen des Einzelhandelsverbands beruhen auf den Entlastungen durch die Steuerreform, vor allem aber auf dem Nachholbedarf der Verbraucher. Bei langlebigen Konsumgütern wie Möbeln und Waschmaschinen gibt es inzwischen einen erheblichen Anschaffungsstau, hat die Kölner Unternehmensberatung BBE ermittelt.

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