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31.07.2015

12:00 Uhr

Verbraucher in Kauflaune

Einzelhandel verzeichnet sattes Umsatzplus

Die Inflation ist niedrig, der Arbeitsmarkt robust – die Verbraucher sind daher in Konsumstimmung. Der große Gewinner: Der Einzelhandel, der sich durch den steigenden privaten Konsum über steigende Umsätze freuen kann.

Besonders der Juni, der in diesem Jahr zwei Verkaufstage mehr hatte als noch 2014, sorgte für ein kräftiges Plus im Einzelhandel. dpa

Deutschland in Kauflaune

Besonders der Juni, der in diesem Jahr zwei Verkaufstage mehr hatte als noch 2014, sorgte für ein kräftiges Plus im Einzelhandel.

WiesbadenDie Kauflaune der Verbraucher lässt im deutschen Einzelhandel die Kassen klingeln. Im ersten Halbjahr 2015 setzte die Branche real (preisbereinigt) 2,5 Prozent mehr um als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Ein kräftiges Plus von 5,1 Prozent brachte der Juni den Händlern ein. Allerdings hatte der Monat in diesem Jahr auch zwei Verkaufstage mehr als 2014. Besonders stark legte der Internet- und Versandhandel mit 16,8 Prozent zu. Der Einzelhandel schnitt im ersten Halbjahr etwas besser ab als vom Branchenverband HDE erwartet. „Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Einkommensentwicklung sind gut“, sagte ein Sprecher.

An seiner Vorhersage für das Gesamtjahr will der Verband aber vorerst nicht rütteln. Die Prognose werde im September überprüft. Bisher rechnet die Branche 2015 mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent – ähnlich fiel das Wachstum in den vergangenen Jahren aus.

Trotz eines leichten Rückgangs im Juli ist die Konsumlaune der Verbraucher so gut wie selten zuvor. Die niedrige Inflation und die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt beflügeln die Stimmung.

Hinzu kommen die jüngsten Tarifsteigerungen, die über der Teuerungsrate liegen, sowie die niedrigen Zinsen, die Sparen unattraktiver machen. „Der private Konsum wird auch in den nächsten Monaten eine wichtige Stütze der Konjunktur bleiben“, sagte GfK-Markforscher Rolf Bürkl kürzlich.

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Hohe Lohnabschlüsse und steigende Beschäftigtenzahlen sorgen für ein gesundes Konsumklima. Forscher sehen deswegen optimistisch in die Zukunft und rechnen damit, dass Verbraucher 2015 noch mehr Geld ausgeben.

Der Sommerschlussverkauf, der Ende Juli begann, spielte für die Halbjahresbilanz noch keine Rolle. Allerdings hatten viele Händler schon in den Wochen davor den Rotstift angesetzt. Der Schlussverkauf oder „Final Sale“ wird immer häufiger ergänzt durch einen „Pre-, Mid- und End-Season-Sale“ – also durch Rabatte zum Beginn, in der Mitte und zum Ende der Saison. Im Vergleich zum Mai 2015 sank der Einzelhandels-Umsatz im Juni um 2,3 Prozent.

Von

dpa

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