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24.06.2015

13:33 Uhr

Verbraucherschutz

Brüssel verhängt Millionenstrafe gegen Verpackungskartell

Acht Hersteller und zwei Händler für Kunststoffverpackungen müssen über 115 Millionen Euro zahlen, weil sie den Markt jahrelang unter einander aufteilten. Millionen Verbraucher zahlten wegen dem Kartell wohl zu viel.

Hersteller und Händler für Kunststoffschalen wie sie zum Verpacken von beispielsweise Käse benutzt werden, teilten den Markt jahrelang unter sich auf. Brüssel bat das Kartell jetzt zur Kasse. dpa

Verpackungskartell kostet Verbraucher Millionen

Hersteller und Händler für Kunststoffschalen wie sie zum Verpacken von beispielsweise Käse benutzt werden, teilten den Markt jahrelang unter sich auf. Brüssel bat das Kartell jetzt zur Kasse.

BrüsselVerbraucher in Deutschland haben jahrelang zu viel für Lebensmittel mit bestimmten Kunststoffverpackungen gezahlt. Acht Hersteller und zwei Händler sprachen laut EU-Kommission ihre Preise ab und teilten ihre Kunden untereinander auf, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. An dem Kartell beteiligt war demnach auch die Troisdorfer Firma Silver Plastics, auf die 21,21 von insgesamt 115,865 Millionen Euro an Bußgeld entfallen.

Die Firmen stellen Schaumstoffschalen aus Polystyrol und sogenannte „biegesteife“ Kunststoffschalen aus Polypropylen her. Diese werden für die Verpackung von Lebensmitteln wie Käse, Fleisch, Fisch oder Kuchen genutzt, die in Supermärkten oder anderen Geschäften verkauft werden.

„Millionen von Verbrauchern, die Lebensmittel für sich und ihre Familien kaufen, sind möglicherweise von diesen Kartellen betroffen“, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. „Die betroffenen Unternehmen teilten den Markt für Lebensmittelverpackungen für den Einzelhandel untereinander auf und sprachen Preise ab, statt miteinander zu konkurrieren.“

Silver Plastics war laut EU-Kommission von Juni 2002 bis Oktober 2007 an einem Kartell in Nordwesteuropa beteiligt und, in geringerem Umfang, von Juni bis Oktober 2005 an einem Kartell in Frankreich.

Vertreter der Unternehmen trafen sich laut EU-Kommission am Rande von Branchenveranstaltungen und standen auch per Mail und über das Telefon in Kontakt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

24.06.2015, 19:29 Uhr

Wieder strafen für die Manager, die der normale Mitarbeiter für die verurschanden Manager zhlen muss. Warum müssen die Manager nie zahlen, sondern nur der Mitarbeiter mit Gehaltseinbußen?

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