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24.09.2012

19:45 Uhr

Verdacht auf Defekt

Ryanair-Maschine muss früher landen

Erneut ist eine Maschine der irischen Billigfluglinie Ryanair außerplanmäßig gelandet. Wegen des Verdachts auf technische Probleme musste das Flugzeug vorzeitig auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld haltmachen.

Fluggäste gehen in Girona an Bord einer Ryanair-Maschine. Reuters

Fluggäste gehen in Girona an Bord einer Ryanair-Maschine.

Berlin/London/DublinBei einer am Montag auf den Flughafen Berlin-Schönefeld umgeleiteten Maschine der irischen Fluggesellschaft Ryanair hat es den Verdacht auf einen technischen Defekt gegeben. Eine Kontrolllampe im Cockpit habe aufgeleuchtet, was die Crew über Kassel zum Kurswechsel und zur vorzeitigen Landung in Berlin bewegt habe, teilte Ryanair in Dublin mit. Dort ist sie um kurz nach neun Uhr gelandet. Flughafensprecher Ralf Kunkel bestätigte die Landung. Sie sei sicher verlaufen, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Das Flugzeug war auf dem Weg vom Londoner Flughafen Stansted in die slowakische Hauptstadt Bratislava. das Flugzeug sei in Berlin sicher gelandet. Die Passagiere hätten ihre Reise mit einer Ersatzmaschine fortsetzen können, hieß es von Ryanair weiter.

In den vergangenen Wochen war es wiederholt zu Notlandungen von Ryanair-Maschinen gekommen. Unter anderem wurde Kritik laut, die Billigfluglinie spare auf Kosten der Sicherheit beim Sprit. Dieser Verdacht war aufgekommen, nachdem im Juli gleich drei Ryanair-Maschinen in Valencia wegen Treibstoffmangels einen Notruf gesendet und Spaniens Fluglotsen damit in die Bredouille gebracht hatten.

Die Zwischenfälle riefen auch die Politik auf den Plan. Nach einer Untersuchung der irischen Luftfahrtaussicht (IAA) traf Ryanair in diesen Fällen aber keine Schuld. Die Flugzeuge hätten mehr Kerosin an Bord gehabt als vorgeschrieben, hieß es. Es habe unter anderem an den Wetter- und Verkehrsbedingungen rund um Madrid und Valencia gelegen.

Zuletzt mussten Mitte September drei Ryanair-Flugzeuge binnen weniger Tage in Spanien außerplanmäßig landen. Am 16. September kam eine Maschine, die auf dem Weg vom französischen Flughafen Beauvais zum Airport Teneriffa Süd war, in Madrid zu Boden. Am Samstag zuvor hatte ein Ryanair-Flieger, der vom britischen Bristol zur katalanischen Stadt Reus gestartet war, wegen eines Motorschadens in Barcelona Stopp machen müssen.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Stein

24.09.2012, 20:48 Uhr

Hat Herr O´Leary denn vorher mit dem Flughafen Berlin über Subventionen verhandelt, damit der Flughafen den Zuschlag für die Notlandung bekommt?

Alfred_Neumann

24.09.2012, 21:32 Uhr

Der angebliche Gewinn von O'Leary entspricht genau den Subventionen, die unsere grössenwahn-Politiker für wirtschaftlich völlig unsinnige Reisen zahlen. Da bleibt natürlich nichts für die Wartung der Flugzeuge und den Einkauf von Sprit übrig. Müssen denn erst Hunderte von Passagieren sterben, bevor diesem Unfug ein Ende bereitet wird ?

Blinse

24.09.2012, 23:19 Uhr

Leider ja. Einer muß runterkommen, sonst ändert sich nichts.

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