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08.04.2013

14:05 Uhr

Verdi

Vorerst keine Warnstreiks bei Lufthansa

Die Gewerkschaft Verdi sieht vorerst von weiteren Warnstreiks bei der Lufthansa ab. Grund ist ein neues Angebot des Unternehmens, welches Verdi in der nächsten Verhandlungsrunde erwartet. Seit Februar wird verhandelt.

Verdi sieht vorerst von weiteren Warnstreiks ab. dpa

Verdi sieht vorerst von weiteren Warnstreiks ab.

MünchenPassagiere der Lufthansa müssen vorerst nicht mit weiteren Warnstreiks rechnen: Die Gewerkschaft Verdi will vor der nächsten Verhandlungsrunde am 17. April auf Arbeitsniederlegungen verzichten, wie eine Sprecherin am Montag in Berlin sagte. Verdi habe am Wochenende „Signale“ von der Lufthansa bekommen, dass das Unternehmen in der dritten Runde Angebote zur Beschäftigungssicherung und zum Gehalt vorlegen werde.

Die Tarifverhandlungen laufen seit Ende Februar. Verdi verlangt für die rund 33.000 Lufthansa-Beschäftigten 5,2 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten; für die Gewerkschaft zentral ist die Forderung nach Beschäftigungssicherung. Zudem will sie Verbesserungen für die Auszubildenden im Konzern erreichen. Warnstreiks der Beschäftigten vor der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Lufthansa Ende März gezwungen, hunderte Flüge zu streichen.

Die 627 Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns (Ende 2012)

Airbus A310/A319

A310: Zwei Maschinen (Vermietet)

A319: 81 Maschinen, davon 32 bei Germanwings

Airbus A320/A321

A320: 89 Maschinen

A321: 75 Maschinen

Airbus A330/A340

Airbus A330: 36 Maschinen

Airbus A340: 63 Maschinen

Airbus A380

A380: 10 Maschinen

Boeing 737

B737: 45 Maschinen

Boeing 747 (Jumbo-Jet)

B747: 29 Maschinen

Boeing 767/777

Boeing 767: Sechs Maschinen

Boeing 777: Vier Maschinen

Boeing MD-11F

MD-11F: 18 Maschinen (alle Lufthansa Cargo)

Bombardier

Bombardier CRJ: 56 Maschinen

Bombardier C-Series: 0 (bestellt für 2013 bis 2018: 30 Maschinen)

Bombardier Q-Series: 14 Maschinen

Sonstige

ATR: 11 Maschinen

Avro RJ: 22 Maschinen

Embraer: 42 Maschinen

Fokker F70: 9 Maschinen

Fokker F100: 15 Maschinen

Die größte deutsche Fluggesellschaft durchläuft derzeit ein Spar- und Kürzungsprogramm. Der Konzern will unter anderem weltweit 3500 Stellen in der Verwaltung streichen und dadurch zusammen mit anderen Schritten sein Ergebnis im laufenden Geschäft um 1,5 Milliarden Euro verbessern. In den Tarifverhandlungen hatte die Lufthansa bislang neben einer Nullrunde bis Januar 2015 eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde gefordert.

Von

afp

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