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08.01.2013

10:33 Uhr

Verfall der Bonusmeilen

Lufthansa gewinnt Prozess gegen Vielflieger

Ein Vielflieger kämpft gegen den Verfall seiner Bonusmeilen. Nachdem die größte deutsche Fluglinie in der ersten Instanz verloren hatte, hat sie nun vor dem Oberlandesgericht Recht bekommen. Die Revision ist zugelassen.

Wartende Passagiere stehen vor einem Service-Schalter der Lufthansa. Die Lufthansa hat im Berufungsverfahren gewonnen. dpa

Wartende Passagiere stehen vor einem Service-Schalter der Lufthansa. Die Lufthansa hat im Berufungsverfahren gewonnen.

KölnIm Streit um Bonusmeilen hat das Oberlandesgericht Köln die Klage eines Vielfliegers zurückgewiesen. Gleichzeitig ließ das Gericht am Dienstag Revision zum Bundesgerichtshof zu.

In dem Fall klagt ein Hamburger Professor gegen die Lufthansa. Der berufliche Vielflieger sammelt Bonusmeilen, um sie als Rabatt für neue Flüge einzulösen. Anfang 2011 hatte die Lufthansa die Bedingungen dafür verändert, wodurch das Konto des Vielfliegers auf einen Schlag um 30 Prozent entwertet wurde.

Die Rechte der Fluggäste bei Streiks

Stornierung und Umbuchung

Einen wegen Streiks gestrichenen Flug kann der Kunde stornieren, er bekommt dann sein Geld zurück. Wer trotzdem fliegen will, hat Anspruch auf einen späteren Flug. Das kann aber dauern, bis der Streik vorbei ist - und auch länger, da ein Rückstau entstehen könnte.

Verspätung

Bei Flügen bis zu 1500 Kilometern haben Fluggäste ab zwei Stunden Verspätung Anspruch auf Betreuungsleistungen - also Telefonate, Getränke, Mahlzeiten und gegebenenfalls eine Übernachtung im Hotel. Bei einer Strecke von 1500 bis 3500 Kilometern gibt es Unterstützung nach drei Stunden, ab 3500 Kilometern Strecke nach vier Stunden. Ab einer Wartezeit von fünf Stunden können Passagiere eine Erstattung des Flugpreises verlangen.

Pünktlichkeit

Auch bei einer großen absehbaren Verspätung sollten Passagiere immer zur ursprünglichen Abflugzeit am Flughafen sein. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Fluggesellschaft doch früher einen Ersatzflug anbieten kann - und der Reisende ihn dann verpasst.

Entschädigung

Bei Annullierung, Überbuchung oder Verspätung ab drei Stunden haben Passagiere zwar laut EU-Verordnung Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro - aber nur, wenn kein „außergewöhnlicher“ Umstand daran schuld ist. Die Fluggesellschaften werten Streiks aber wie miserables Wetter als außergewöhnlichen Umstand - und zahlen eine Entschädigung dann nicht. Zu Recht, wie der Bundesgerichtshof (BGH) nun entschied: Streiks auch der eigenen Piloten sind „außergewöhnliche Umstände“, die von Airlines „nicht beherrscht“ werden können, heißt es in dem Urteil.

Dies hält er für rechtswidrig. In erster Instanz hatte er sich vor dem Landgericht Köln durchgesetzt. Das Oberlandesgericht vertrat nun aber im Berufungsverfahren die Ansicht, dass nicht alle Meilensammler schlechter gestellt würden. Man dürfe den Fall des Vielfliegers deshalb nicht isoliert betrachten.

Von

dpa

Kommentare (2)

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blanker_unsinn

08.01.2013, 12:41 Uhr

Wer ist denn die Flughansa?

Harald

08.01.2013, 13:16 Uhr

Also ich glaube, das was Sarrazin gesagt hat stimmt sehr wohl. Deutschland schafft sich tatsächlich ab. Zuerst verstehen wir das Geschreibsel nicht mehr und dann kommt die Sprache dran. Mensch Handelsblatt was ist aus dir geworden!?

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