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03.12.2014

15:48 Uhr

Verhandlungen mit der Bahn

EVG lehnt neue Tarifstruktur ab

Die EVG hat Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über eine neue Tarifstruktur abgelehnt. Die Gewerkschaft will lieber das „bestehende und bewährte Tarifsystem“ weiterentwickeln. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba sieht keinen Grund, etwas an dem geltenden Tarifsystem zu ändern. dpa

EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba sieht keinen Grund, etwas an dem geltenden Tarifsystem zu ändern.

FrankfurtIm Tarifkonflikt bei der Bahn ist weiter keine Lösung in Sicht. Die Tarifkommission und der Bundesvorstand der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) lehnten am Mittwoch Verhandlungen mit dem Staatskonzern über eine neue Tarifstruktur ab. „Das geltende Tarifsystem hat sich bewährt, das hat selbst der Arbeitgeber immer wieder betont. Es gibt für uns keinen Grund, hieran etwas zu ändern“, erklärte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Die Verhandlungen sollten daher auf Basis der EVG-Forderungen und der aktuell geltenden Tarifstruktur weiter geführt werden.

„Für die Verhandlungen am 12. Dezember erwarten wir endlich ein verhandlungsfähiges, materielles Angebot, das insbesondere unserer Forderung nach einer sozialen Komponente Rechnung trägt“, erklärte Rusch-Ziemba. Die EVG will für ihre Mitglieder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber eine Steigerung der Gehälter um 150 Euro.

Kern des Konfliktes ist aber, dass die konkurrierende Lokführergewerkschaft GDL nicht mehr wie früher allein für Lokführer, sondern auch für ihre Mitglieder unter den Zugbegleitern, Bordrestaurant-Personal und Rangierführern eigene Verträge abschließen will.

Wer fordert was im Bahn-Tarifkonflikt?

GDL

Die Lokführergewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld für das Zugpersonal für zwölf Monate und eine von 39 auf 37 Stunden reduzierte Wochenarbeitszeit ab Januar 2015. Der Knackpunkt: Die GDL will für ihre Mitglieder beim gesamten Zugpersonal verhandeln, nicht nur für die Lokführer unter ihnen. Die Zugbegleiter werden aber auch von der EVG vertreten, die bislang in diesem Bereich alleine die Tarifverträge ausgehandelt hat.

EVG

Die Eisenbahn-und Verkehrsgewerkschaft fordert für ihre 100.000 Mitglieder bei der Bahn sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die EVG pocht darauf, dass es keine konkurrierenden Tarifregelungen für eine Berufsgruppe gibt.

Deutsche Bahn

Sie bietet den Lokführer 2,1 Prozent mehr Geld ab 1. Dezember 2014, dann 1,5 Prozent im Juli 2015 und 1,4 Prozent im Juli 2016. Außerdem soll es für die fünf Monate nach Auslaufen des bisherigen Tarifvertrags im Juni 2014 einen Einmalbetrag von 325 Euro geben. Der EVG hat sie bislang kein Angebot unterbreitet. Die Bahn will ebenfalls verschiedene Regelungen für eine Berufsgruppe vermeiden.

Die EVG will im Gegenzug zum GDL-Vorstoß auch für die Lokführer unter ihren Mitgliedern sprechen. Die Bahn lehnt aber verschiedene Verträge für dieselbe Beschäftigtengruppe ab.

Von

rtr

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