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28.11.2014

15:43 Uhr

Verhandlungen mit GDL

Bahn kompromissbereit, Weselsky zuversichtlich

Die Deutsche Bahn zeigt sich in den Verhandlungen mit der Lokführergewerkschaft GDL kompromissbereit. Gewerkschaftsboss Jürgen Weselsky zeigt sich nun zuversichtlich. Streiks an Weihnachten solle es nicht geben.

Bahn und GDL verhandeln erneut

Wird noch vor Weihnachten gestreikt?

Bahn und GDL verhandeln erneut: Wird noch vor Weihnachten gestreikt?

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BerlinNach den jüngsten Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat sich der Personalvorstand der Deutschen Bahn, Ulrich Weber, am Freitag optimistisch gezeigt. „Ich bin zuversichtlich, weil wir die maßgeblichen Forderungen der GDL positiv beantwortet haben“, sagte Weber nach den Gesprächen in Berlin. Einer Fortsetzung der Verhandlungen stehe seiner Ansicht nach nichts im Wege. GDL-Chef Claus Weselsky zeigte sich dagegen „ernüchtert“.

Die Bahn habe Vorschläge gemacht, wie die Forderungen der Gewerkschaft in eine Tarifstruktur gebracht werden könnten. Für die beiden konkurrierenden Gewerkschaften GDL und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) könnten gleich lautende Tarifwerke entstehen, sagte Weber.

Wer fordert was im Bahn-Tarifkonflikt?

GDL

Die Lokführergewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld für das Zugpersonal für zwölf Monate und eine von 39 auf 37 Stunden reduzierte Wochenarbeitszeit ab Januar 2015. Der Knackpunkt: Die GDL will für ihre Mitglieder beim gesamten Zugpersonal verhandeln, nicht nur für die Lokführer unter ihnen. Die Zugbegleiter werden aber auch von der EVG vertreten, die bislang in diesem Bereich alleine die Tarifverträge ausgehandelt hat.

EVG

Die Eisenbahn-und Verkehrsgewerkschaft fordert für ihre 100.000 Mitglieder bei der Bahn sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die EVG pocht darauf, dass es keine konkurrierenden Tarifregelungen für eine Berufsgruppe gibt.

Deutsche Bahn

Sie bietet den Lokführer 2,1 Prozent mehr Geld ab 1. Dezember 2014, dann 1,5 Prozent im Juli 2015 und 1,4 Prozent im Juli 2016. Außerdem soll es für die fünf Monate nach Auslaufen des bisherigen Tarifvertrags im Juni 2014 einen Einmalbetrag von 325 Euro geben. Der EVG hat sie bislang kein Angebot unterbreitet. Die Bahn will ebenfalls verschiedene Regelungen für eine Berufsgruppe vermeiden.

Weselsky zeigte sich dagegen nach den Verhandlungen skeptisch. Grund dafür sei das schriftlich gefasste Angebot der Bahn, das anders aussehe als die mündliche Vereinbarung zuvor. In der kommenden Woche würden Hauptvorstand und Tarifkommission der GDL das Angebot der Bahn aber weiter prüfen, kündigte er an.

Ob und wann es zu neuen Streiks komme, werde spätestens Donnerstag bekanntgegeben, sagte der GDL-Chef. Von Weihnachten bis Neujahr werde es aber keine Streiks geben, bekräftigte er.

Von

afp

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