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15.09.2014

20:18 Uhr

Verhandlungen werden fortgeführt

Kein Lufthansa-Streik am Dienstag

Kommando zurück im Tarifstreit zwischen Pilotengewerkschaft und Lufthansa: Die Vereinigung Cockpit erklärte überraschend, zurück an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der für Dienstag angekündigte Streik entfällt.

Lufthansa-Aktie und Dax in Streiklaune

Video: Lufthansa-Aktie und Dax in Streiklaune

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FrankfurtÜberraschende Wende im Tarifstreit zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und der Lufthansa: Die Arbeitnehmervertreter zeigten sich entgegen erster Ankündigungen bereit, die Gespräche mit dem Luftfahrtkonzern wieder aufzunehmen. Die Lufthansa-Geschäftsleitung habe der Vereinigung Cockpit am Mittag einen veränderten Forderungskatalog zur Übergangsversorgung übermittelt, hieß es in einer PResseerklärung vom Montagabend. Die Tarifkommission der VC habe daraufhin noch für diese Woche Termine angeboten, um wieder in Gespräche einzusteigen. „Vor diesem Hintergrund hat die VC beschlossen, die morgige Arbeitskampfmaßnahme nicht durchzuführen“, heißt es weiter.

Die Piloten der Lufthansa hätten am Dienstag die Langstreckenflüge am Frankfurter Flughafen bestreikt. Betroffen wären Abflüge im Zeitraum von 9 bis 17 Uhr Ortszeit auf den Langstreckenflügen mit den Flugzeugtypen Airbus A380, Boeing B747, Airbus A330 und Airbus A340 gewesen. Die hatte die Gewerkschaft VC am Montag mit. In der Erklärung hieß es noch, das Lufthansa Management hätte bisher kein kompromissfähiges Angebot vorgelegt.

Die Lufthansa hatte ihrerseits die Muskeln spielen lassen und trotz des Pilotenstreiks angekündigt, alle für Dienstag geplanten Langstreckenflüge aus Frankfurt am Main starten lassen. Es komme voraussichtlich zu keinen Flugausfällen, bei 24 der 40 Verbindungen seien lediglich die Abflugzeiten geändert worden, teilte die Lufthansa am Montag mit. Teilweise würden die Abflugzeiten aus dem Streikzeitraum hinausgeschoben, sagte ein Sprecher. Seinen Angaben zufolge kommen zudem auch sogenannte Management-Piloten zum Einsatz, die in dem Konzern neben ihrer Pilotentätigkeit eine Führungsposition innehaben.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

„Wir brauchen das Flugzeug auch am anderen Ende des Fluges, auch dort stehen Passagiere, die warten“, sagte der Sprecher mit Blick auf den Sonderflugplan, in dem kein Langstreckenflug annulliert wurde. Er empfahl den Kunden, sich auf der Internetseite über die geänderten Zeiten zu informieren. Passagiere, die ihre Kontaktdaten hinterlegt hätten, würden per E-Mail und SMS informiert. Auch dies ist nun, erst einmal, hinfällig

Der Streik treffe Lufthansa auch ohne Flugausfälle hart genug, meinte hingegen VC-Sprecher Markus Wahl. Es sei im Prinzip abzusehen gewesen, dass die Fluggesellschaft die vom Ausfall bedrohten Langstreckenflügen mit einem erheblichen Dispositionsaufwand darstellen könne. Die nun im Einsatz befindlichen Managementpiloten würden ja eigentlich in anderen Funktionen gebraucht. „Unser Streik kreiert bei Lufthansa schon genug Chaos.“ Für künftige Runden stünden der VC noch weitere Mittel zur Verschärfung des Arbeitskampfes zur Verfügung wie der Verzicht auf Ankündigung, Befristung oder Beschränkungen auf eine Teilflotte. Der Rückhalt sei weiterhin stark. Der Zuspruch für eine weitere Verhandlungsrunde als Reaktion auf das neue Angebot aber offenbar auch.

Das wäre der vierte Streit der Piloten gewesen , seitdem die Tarifgespräche zwischen Piloten und der Lufthansa Ende August abgebrochen wurden. Zuletzt war das Drehkreuz München Schauplatz des Arbeitskampfes. Die Gewerkschaft verleiht mit der Streikwelle ihrer Forderung nach Beibehaltung einer betriebsinternen Frührente für die 5400 Lufthansa-Piloten Nachdruck.

Kommentare (6)

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Herr Volker Höpfner

15.09.2014, 10:02 Uhr

Es ist der Zeitpunkt gekommen wo die Lufthansa entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen sollte, beim Streik wäre das die Aussperrung der Piloten. Diese Leute wollen einen Luxus haben den es sonst nirgendwo gibt und dafür sind Sie bereit nicht nur den eigenen Arbeitgeber massiv zu Schädigen sondern gezielt Geschäftsleute, welche die Hauptkunden der LH sind, ebenfalls zu schädigen/behindern. Wer die Möglichkeit hat wird dann auf andere Fluggeselschaften ausweichen, so die noch die Plätze haben und warum sollte man mit denen nicht auch in Zukunft fliegen. Die LH hat doch permanent das Problem von irgendeiner Gewerkschaft bestreikt zu werden, also Risiko dort zu buchen. Somit sorgen die Piloten gerade dafür das die LH im internationalen Wettbewerb noch weiter zurückfällt was dann zur Vernichtung der eigenen Arbeitsplätze führen wird... Aber was will man von einer Berufgruppe erwarten die durch die VC nur die eigenen Vorteile sieht und nicht über den Tellerrand hinaus schaut. Vielleicht sollte man die LH dann eben dpoch in ein anderes Land auslagern damit man mehr internationale Piloten einstellen kann die beriet sind für normale Tarife zu fliegen uhnd nicht den Luxus haben wollen mit 55 in den Ruhestand und dann 10 Jahre weiter fürs nichtstun bezahlt zu werden... warum sollte ich das als Kunde finanzieren??? NULL Verständnis für diese Piloten...

Sergio Puntila

15.09.2014, 20:41 Uhr

Aussperrung von Piloten: um dem Laden den Todesstoß zu versetzen.

Leute, kauft Euch am Besten Gummipropeller und macht selbst einen Carrier auf.

Sergio Puntila

15.09.2014, 20:43 Uhr

Und überhaupt: als Vielflieger sehe ich zu, dass ich bei Emirates buche oder Qatar oder wieder bei American.

Der Proletenflieger LH is für mich schon lange von der Uhr.

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