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09.07.2013

15:40 Uhr

Verkauf der Elektrokette

Rewe trennt sich von Pro-Markt-Filialen

Rewe wird sich von 16 Pro-Markt-Filialen trennen. Die Fachmarktkette Expert schlägt zu und wird die Geschäfte ab Oktober übernehmen. Und Rewe will weitere Filialen seines Sorgenkindes abstoßen.

Ab Oktober übernimmt Expert einen teil der ProMarkt-Filialen. dpa

Ab Oktober übernimmt Expert einen teil der ProMarkt-Filialen.

DüsseldorfDer Einzelhandelskonzern Rewe hat den Startschuss für den Verkauf seiner Elektrohandelskette Pro-Markt gegeben. In einem ersten Schritt trennt sich die Kölner Gruppe von 16 der insgesamt 54 Filialen, wie Rewe am Dienstag mitteilte. Käufer sei die Fachmarktkette Expert, die die Geschäfte bis Ende Oktober sukzessive übernehmen werde. Damit wechseln 421 der insgesamt rund 1300 Pro-Markt-Beschäftigten zu Expert. Zum Kaufpreis machte Rewe keine Angaben.

Die Verhandlungen über den Verkauf weiterer Pro-Markt-Filialen würden nach diesem ersten erfolgreichen Abschluss zügig fortgesetzt, erklärte Rewe-Vorstandsmitglied Frank Wiemer. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in den kommenden Wochen weitere Verkaufsoptionen für Pro-Markt-Filialen realisieren können." Der Erhalt der Arbeitsplätze stehe dabei im Vordergrund, beteuerte er.

Der Rewe-Konzern im Überblick

Supermärkte (Inland)

Dazu zählen die Ketten Rewe und toom.

Umsatz 2012: 15,9 Milliarden Euro (plus fünf Prozent gg. 2011)

Supermärkte (Ausland)

Dazu zählt etwa die Kette Billa.

Umsatz 2012: 9 Milliarden Euro (plus zwei Prozent gg. 2011)

Discountmärkte (Inland)

Dazu zählt die Kette Penny.

Umsatz 2012: 6,8 Milliarden Euro (plus 1,7 Prozent gg. 2011)

Discountmärkte (Ausland)

Dazu zählt die Kette Penny.

Umsatz 2012: 3,9 Milliarden Euro (plus 6,2 Prozent gg. 2011)

Touristik

Dazu zählt etwa der Reiseveranstalter ITS.

Umsatz 2012: 4,6 Milliarden Euro (plus 1,8 Prozent gg. 2011)

Sonstige Märkte

Dazu zählen die Toom-Baumärkte und ProMarkt-Elektromärkte.

Umsatz 2012: 2,4 Milliarden Euro (minus drei Prozent gg. 2011)

Rewe hatte erst Mitte Mai den Prüfauftrag über den Verkauf von Pro-Markt gegeben. Angesichts des scharfen Wettbewerbs im Unterhaltungselektronik-Markt in Deutschland und der Konkurrenz durch den Online-Handel müsse Rewe diesen Schritt in Betracht ziehen, hatte Wiemer damals erklärt. Perspektiven für eine "profitable Zukunft" gebe es für die Pro-Markt-Filialen unter dem Dach von Rewe nicht. Mit einem Marktanteil von etwa 1,4 Prozent am Unterhaltungselektronik-Gesamtmarkt in Deutschland fehlten die Voraussetzungen für eine Restrukturierung von Pro-Markt aus eigener Kraft.

Die Kette Pro-Markt, die unter anderem mit der Metro-Tochter Media-Saturn konkurriert, gehört zu den Sorgenkindern des Rewe-Konzerns. Im vergangenen Jahr hatte die Kette einen Umsatzrückgang um 15,5 Prozent verkraften müssen.

Von

rtr

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