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20.07.2011

14:36 Uhr

Verkehr

Flugticketsteuer treibt Reisende ins Ausland

Erstmals gibt es belastbare Zahlen, wie sehr sich die Flugticketsteuer auswirkt: Viele Fluggäste wandern ins nahe Ausland ab. Das macht Fluggesellschaften mächtig zu schaffen. Ryanair zieht bereits Maschinen ab.

Maschinen der irischen Airline Ryanair stehen auf dem Vorfeld des Flughafens Hahn. Quelle: dpa

Maschinen der irischen Airline Ryanair stehen auf dem Vorfeld des Flughafens Hahn.

FrankfurtDie neue Flugticketsteuer vertreibt besonders knauserige Fluggäste ins Ausland. Seit dem Start der neuen Abgabe im Januar machten Passagiere von Billigfliegern verstärkt einen Bogen um deutsche Flughäfen und starteten lieber von grenznahen Airports wie etwa Maastricht in den Niederlanden, teilte der Flughafenverband ADV am Mittwoch mit. Vor allem das Ryanair-Drehkreuz Hahn im Hunsrück habe darunter gelitten: Dort ging die Zahl der Passagiere in der ersten Jahreshälfte um 13,7 Prozent zurück. In Köln/Bonn, wo die Lufthansa-Tochter Germanwings stark vertreten ist, lag das Minus bei 1,6 Prozent. Auch das ist noch viel, da die Luftfahrt derzeit boomt. Im ersten Halbjahr starteten und landeten an deutschen Flughäfen 8,1 Prozent mehr Passagiere - insgesamt 92,6 Millionen.

Vor allem Europas größter Billigflieger Ryanair hatte heftig gegen die Steuer, die auf Inlandsflügen und Kurzstrecken in Europa acht Euro beträgt, protestiert und vorsorglich Flugzeuge aus Deutschland abgezogen. Die Maschinen werden an anderen europäischen Flughäfen eingesetzt. Damit folgt die Airline ihrer Strategie, sich vor allem an jenen Flughäfen niederzulassen, an denen die Gebühren und Steuern niedrig sind.

Von

rtr

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