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30.07.2013

10:03 Uhr

Versandhändler

Takkt dämpft die Erwartungen

Die schwache Konjunktur und Budgetkürzungen der öffentlichen Haushalte belasten das Geschäft des Versandhändlers. Für das laufende Jahr zeigt sich der Konzern zurückhaltend.

Takkt Hauptverwaltung. Takkt AG

Takkt Hauptverwaltung.

StuttgartDer Versandhändler Takkt hat auch im zweiten Quartal die schwache Konjunktur und die Budgetkürzungen der öffentlichen Haushalte zu spüren bekommen. Der auf Büro-, Lager- und Restaurantausstattungen spezialisierte Versandhändler dämpfte daher am Dienstag die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Das organische Umsatzzuwachs werde sich im laufenden Jahr am unteren Ende der erwarteten Spanne von ein bis drei Prozent bewegen, teilte das von der Duisburger Haniel-Gruppe kontrollierte Unternehmen in Stuttgart mit. „Die Voraussetzung für das Erreichen des Ausblicks ist die angenommene Erholung der Konjunktur in Europa sowie eine spürbare Verbesserung des Geschäfts mit den öffentlichen Stellen in den USA“, machte Takkt zur Bedingung. Sowohl in Europa als auch in den USA deuteten die Konjunkturindikatoren derzeit auf eine Verbesserung der Stimmung der Einkäufer hin.

Wie bereits zu Jahresbeginn kletterte der Umsatz von Takkt auch im zweiten Quartal nur dank der im vergangenen Jahr übernommenen Unternehmen. Die Erlöse stiegen in den Monaten April bis Juni - wie von Analysten erwartet - um knapp sechs Prozent auf 233,6 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung der Zukäufe sank der Umsatz hingegen um 2,1 Prozent. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen legte im zweiten Quartal um 1,7 Prozent auf 30,4 Millionen Euro zu, Analysten hatten im Schnitt einen kräftigeren Anstieg auf 32,5 Millionen Euro erwartet.

Die operative Marge, die Takkt im laufenden Jahr zwischen 14 und 15 Prozent halten will, verringerte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Auch der Gewinn vor Steuern und Zinsen sank im Frühjahrsquartal um 6,3 Prozent auf 23,7 Millionen Euro, da Takkt für die 2012 getätigten Übernahmen höhere Abschreibungen und höhere Zinszahlungen schultern musste. Da sich die Geschäfte der zum 1. April vergangenen Jahres in den USA übernommenen GPA besser als erwartet entwickelten, habe sich der variable Kaufpreis um 1,3 Millionen erhöht.

Takkt beliefert rund drei Millionen Unternehmen in mehr als 25 Ländern mit rund 180.000 Produkten - von der Sackkarre über den Bürostuhl bis zur Küche. Damit ist Das Unternehmen mit gut 2500 Mitarbeitern ein Gradmesser für die Investitionsbereitschaft. Um von diesem zyklischen Geschäft unabhängiger zu werden, erwarben die Stuttgarter 2012 für gut 250 Millionen Euro den bayerischen Verpackungshändler Ratioform sowie den Präsentationsausrüster GPA aus den USA.

 

Von

rtr

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