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16.02.2012

12:25 Uhr

Versandhändler

Takkt stellt sich auf mageres Jahr ein

Der Versandhändler rechnet für 2012 mit einem schwachen Geschäftsjahr. Der Konzern erwartet ein geringes Wachstum der Weltwirtschaft und setzt seine Prognose entsprechend niedrig an.

Die Takkt-Hauptverwaltung in Stuttgart. Takkt AG

Die Takkt-Hauptverwaltung in Stuttgart.

FrankfurtDer auf Büromöbel, Lager- und Hotelausstattung spezialisierte Versandhändler Takkt richtet sich nach einem kräftigen Gewinnplus auf magere Zeiten ein. Wahrscheinlich werde Takkt 2012 ein Umsatzplus von rund zwei Prozent erreichen und die operative Rendite in der Mitte des Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent halten, teilte das im SDax gelistete Unternehmen am Donnerstag mit.

2011 hatte Takkt seinen Umsatz noch um 6,3 Prozent auf 852 Millionen Euro gesteigert und eine Ebitda-Marge am oberen Ende der Zielmarge von 14,2 (Vorjahr: 12,6) Prozent erzielt. Dazu habe vor allem die Nachfrage in Deutschland, der Ausbau des Online-Angebots und das größere Repertoire an Eigenmarken geführt, erläuterte Vorstandschef Felix Zimmermann. Seinen Aktionären will Takkt eine Sonderdividende zahlen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 121 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern kletterte sogar mehr als 60 Prozent auf 95,6 Millionen Euro, was im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Der Kurs der Takkt-Aktie entwickelte sich dementsprechend unspektakulär: Die Papiere lagen 0,3 Prozent im Minus.

Für das laufende Jahr sieht die Takkt AG, die vom Duisburger Haniel-Konzern kontrolliert wird, mehrere mögliche Entwicklungsszenarien. Sollte das globale Wirtschaftswachstum stabil bleiben, sei ein Umsatzwachstum von bis zu fünf Prozent möglich. Im Falle einer Rezession sei ein Umsatzrückgang nicht auszuschließen. Am wahrscheinlichsten sei aber ein etwas geringeres Weltwirtschaftswachstum - und damit ein Umsatzplus von rund zwei Prozent.

„Der Ausblick erscheint uns ein bisschen zu konservativ, deshalb sind positive Überraschungen in diesem Jahr möglich“, kommentiere DZ-Bank Analyst Christian Douglas die Prognose. Er schätzt die Sonderdividende auf 45 bis 50 Cent je Aktie, zusätzlich zu einer regulären Dividende 36 Cent je Aktie. Für 2010 hatte Takkt als Dividende 32 Cent je Aktie gezahlt.

Von

rtr

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