Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.07.2012

08:52 Uhr

Versandhändler

Verdi fordert Neckermann zu Verhandlungen auf

Im Streit mit dem Versandhändler Neckermann hat Verdi bereits mit Streiks gedroht. Jetzt schlägt die Gewerkschaft gemäßigtere Töne an.

Neckermann-Beschäftigte protestieren in Frankfurt am Main gegen den geplanten Stellenabbau. dapd

Neckermann-Beschäftigte protestieren in Frankfurt am Main gegen den geplanten Stellenabbau.

Frankfurt/MainDie Gewerkschaft Verdi hat die Geschäftsführung des angeschlagenen Versandhändlers Neckermann zu Verhandlungen aufgefordert und zugleich Gesprächsbereitschaft signalisiert. Ursprünglich geplante Streiks könnten nach einer Entscheidung der betrieblichen Einigungsstelle ausgesetzt werden, teilte Verdi in Frankfurt am Main mit.

Die Einigungsstelle, die zu gleichen Teilen mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern besetzt ist, hatte entschieden, dass ein Sozialplan aus dem Jahr 2005 weiterhin Gültigkeit hat. Über einen vom Management beabsichtigten Abbau von 1.380 der rund 2.400 Stellen in Deutschland war keine Einigung erzielt worden.

Von

dapd

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

jumbo1

13.07.2012, 10:07 Uhr

Aus meiner Sicht gesehen, riskiert Verdi hier nicht nur den Niedergang Neckermann mit seinen 2.400 Arbeitsplätzen in Deutschland, sondern die 2-3 fache Menge an Arbeitsplätzen im Umfeld von Neckermann.de (Logistikzentren, Spediteure, Lieferanten, die z. T. nur für Neckermann tätig sind. Für mich erstaunlich, daß dieser weitaus größere Umfang an ARbeitsplatzverlusten bisher noch keine nennenswerte Erwähnung fand.

Godiva

13.07.2012, 11:03 Uhr

Generell ist die Berichterstattung eher mau, wie ich finde. Scheint wohl nicht so populär zu sein, wie es Schlecker war und ist.
Das Verhalten von Verdi und den Arbeitnehmervertretern empfinde ich als Schande. Auf Gedeih und Verderb wird hier versucht Abfindungen zu beschließen, ohne Rücksicht auf Verluste.
Aus internen Kreisen weiß ich, das die Arbeitnehmer sich verschaukelt fühlen, und den inkompenten BR gerne mal vor die Tür setzen würden.

Yabadabadoo

13.07.2012, 13:48 Uhr

Vielleicht sollte man den BR einfach durch ein Amtsenthebungsverfahren absetzen. Dieses eineseitige Handeln ohne jegliche Blicke auf den Rest der Belegschaft ist der Anfang vom Ende. Persönliche Eitelkeiten scheinen hier eine starke Rolle zu spielen. VERDI stellt sich wieder einmal ein Armutszeugnis aus.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×