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20.07.2012

13:17 Uhr

Versandhändler

Zalando legt erstmals Umsatzzahlen vor

Es ist eine Premiere: Zalando hat zum ersten Mal Umsatzzahlen vorgelegt. Der Versandhändler konnte seinen Umsatz im letzten Jahr mehr als verdreifachen. Zum Gewinn äußerte sich das Unternehmen nicht.

Ein Screenshot der Zalando-Homepage Internet

Ein Screenshot der Zalando-Homepage

Berlin Erstmals in seiner Unternehmensgeschichte hat der Internet-Schuhhändler Zalando Umsatzzahlen vorgelegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe das Unternehmen 510 Millionen Euro eingenommen und seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr damit "mehr als verdreifacht", teilte Zalando am Freitag in Berlin mit. Etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes brächten Geschäfte außerhalb Deutschlands ein, erklärte Geschäftsführer Robert Gentz. Vier Jahre nach seiner Gründung ist der Online-Händler eigenen Angaben zufolge in zwölf europäischen Märkten aktiv.

Keine Angaben machte das Unternehmen dazu, wie viel Gewinn im vergangenen Jahr übrig blieb. An der Wirtschaftlichkeit des Versandhändlers, der seinen Kunden weder Versand noch Rückgabe berechnet, hegen Branchenkenner Zweifel. "Das bringt zwar Kunden, kostet aber ungeheuer viel", sagte der Chefredakteur des Internetportals Gründerszene.de, Joel Kaczmarek, dem "Stern". "Viele bestellen immer gleich drei Größen eines Modells und schicken die Nichtpassenden auf Zalandos Kosten zurück." Auch die Werbekampagnen und ein großes Lager verschlängen gewaltige Summen.

Der Versandhändler selbst setzt derweil weiter auf Expansion: Gerade sei ein neuer Technologiestandort in Dortmund eröffnet werden, teilte das Unternehmen mit. Dort sollen künftig bis zu 60 Entwickler arbeiten. Zudem errichte Zalando derzeit in Erfurt ein weiteres Logistikzentrum. Derzeit zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben gut 1000 Beschäftigte.

Von

afp

Kommentare (3)

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alpha11

20.07.2012, 14:30 Uhr

Irgendwie kann ich mir nicht erklären, wie eine Firma diesen Werbeaufwand und diese Kosten finanziert. O.k. Unister (Flüge,de, Ab-in-den-Urlaub, usw.) haben eine staatl. Anschubfinanzierung von 7,5 Mill Euro erhalten.
Zalando hat vielleicht auch eine staatl. Finanzierung bekommen und Wagniskapital usw. Aber irgendwann wollen diese Finanzies doch auch wieder ihr Geld zurück. Es tummeln sich X Firmen mit diesem Geschäftsmodell auf dem Markt. Also muß man Werbung machen auf Teufel komm raus. Was wiederum sehr viel Geld auffrißt.
Kann mir jemand dies erklären?

kruppbonbon

20.07.2012, 17:12 Uhr

werbemedien sind beteiligt und bringen ihre beteiligung als sacheinlage

die macher werden auf einen investor aus der branche setzen otto etc. ,der druck aus dem markt kaufen will.

wofskin wurde zum fast doppelten umsatz verkloppt und pflastert immer noch trotz zweistelligem unsatzverlust die stadien voll

det business wird immer mehr zur zockerei.

wenn alle stricke reißen,werden die macher sicher mit nem goin public die reißleine ziehen wollen

unfug2012

20.07.2012, 23:03 Uhr

Netto-Umsätze? Sind da wirklich die Rückgabequoten von 40-50% rausgerechnet. OK- wenn's stimmt. Verdrändungswettbewerb auf Kosten Umsatzsteuer-Zahlender-Unternehmen. Hmmmm. Im letzten Bundesanzeiger für 2010 waren es p.a. 20.Mio EUR Verlust - hat sich der auch verdreifacht oder vervielfacht. Die Investmentgelder der Privat-Equity Gesellschaften hoffen immer noch auf einen Verkauf, um endlich aus der "Schuldenfalle" rauszukommen. Wenn hier ein Börsengang kommen sollte, wird der Michel die Zeche zahlen und dann kommt das eigentliche Ausmaß dieses Investment-Unfugs ans Tageslicht. Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Wohl dem, der sich nicht blenden läßt. Das Finanzamt ist hier zumindest der Dumme. Ach ja richtig, hier werden Arbeitsplätze geschaffen: vielleicht sollten die Neckermänner aus Frankfurt nach Erfurt ziehen. Und wahrscheinlich gibt noch irgendeine Subvention, damit auch wirklich alle im selben Boot sitzen.

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