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27.03.2013

11:21 Uhr

Versandhandel

Ottos Onlineshop wächst langsamer

Nach zweistelligem Umsatzplus lässt das Wachstum leicht nach: Der Internethandel nahm im vergangenen Geschäftsjahr um sieben Prozent zu. Die französische Tochter verlor um 15,4 Prozent — und zieht das Ergebnis runter.

Das klassische Kataloggeschäft verliert weiter, der Online-Handel macht inzwischen 57 Prozent aus. dpa

Das klassische Kataloggeschäft verliert weiter, der Online-Handel macht inzwischen 57 Prozent aus.

HamburgDer Versandhauskonzern Otto wächst im Onlinehandel langsamer. Der Umsatz im Handel über das Internet kletterte im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, wie die Hamburger Gruppe am Mittwoch bekanntgab. In den vergangenen Jahren hatte Otto teils noch hohe zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. Als Grund nannte ein Sprecher neben der zunehmenden Konkurrenz im weltumspannenden Netz auch die sich hinziehende Sanierung der Tochter in Frankreich. Dort verbuchte Otto einen Umsatzrückgang um 15,4 Prozent, der sich auch in niedrigeren Onlinerlösen niederschlug.

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Rund um den Globus steigerte Otto den Konzernumsatz um 1,7 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. Den größten Brocken dazu trug der Multichannel-Einzelhandel aus stationärem Ladengeschäft, Internet und klassischem Kataloggeschäft bei, der lediglich marginal um 0,4 Prozent auf zehn Milliarden zulegte. Deutlich stärker wuchs die Service-Sparte, zu der das Logistikunternehmen Hermes gehört, deren Umsatz um zehn Prozent auf 1,1 Milliarden Euro stieg. Hermes profitiert davon, dass immer mehr Kunden Waren über das Internet bestellen, die von dem Logistikunternehmen transportiert werden. Die Finanzdienstleistungssparte wuchs um knapp zwölf Prozent auf 594 Millionen Euro.

Was den Deutschen beim Online-Shopping wichtig ist

Zahlungsmethode

„Die von mir bevorzugte Zahlungsmöglichkeit aus­wählen zu können“ nennt mit 87 Prozent eine über­wältigende Mehrheit der Deutschen als wesentliche Anforderung beim Online-Einkauf. Die klassische Rechnung ist dabei nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel. Paypal und Lastschrift/Bankeinzug stehen ebenfalls hoch im Kurs.

Retouren

Unkomplizierte Rücksendemöglichkeiten fordern 80 Prozent der Befragten von ihren Online-Händlern.

Tempo

Besonders geduldig sind die Deutschen nicht, wenn es um ihre Online-Einkäufe geht. Eine schnelle Lieferung ist 80 Prozent der Befragten wichtig.

Lieferkosten

Am besten umsonst: 77 Prozent der Befragten fordern eine kostenlose Lieferung ihrer Ware.

Schnäppchenjäger

Auf das Gefühl, den besten Preis gefunden zu haben, legen 77 Prozent der deutschen Online-Shopper Wert.

Transparenz

75 Prozent der Befragten in Deutschland ist eine transparente Darstellung der Lieferbedingungen wichtig.

Informationen

Die Auswahl an Produkten im Online-Handel ist enorm. Über das gesamte Angebotsspektrum wollen sich 74 Prozent der Befragten gut informiert fühlen.

Produktpräsentation

Vor allem wer viel Geld dafür ausgibt möchte sich die Ware vorher ganz genau ansehen – und das nicht nur im Laden sondern auch online. Eine anschauliche Darstellung des Produkts ist 64 Prozent der Befragten wichtig.

Versandunternehmen

Dass das Versandunternehmen ihm bekannt ist bzw. dass er es vertrauenswürdig findet, erwarten 62 Prozent der deutschen Online-Einkäufer. Elf Prozent der Befragten machen den Einkauf sogar vom Versandunternehmen abhängig. Konkret möchten 30 Prozent der Online-Shopper in Deutschland von DHL beliefert werden, 13 Prozent nannten Hermes.

Nachverfolgung

Sie wollen ganz genau wissen wann ihre Ware wo ist, und wann sie sie endlich in den Händen halten können. 61 Prozent der Befragten wollen daher die Möglichkeit haben, ihre Sendung online nachzuverfolgen.

Flexibilität

Flexible Lieferung ist für 51 Prozent der Befragten wichtig. Wunsch-Lieferkonzepte stehen dabei hoch im Kurs. Jeder Fünfte möch­te wählen können, wo und wann sein Paket zugestellt wird – beispiels­weise bei einem Nachbarn, einer Packstation oder an einem bestimmten Wunschtag. Jeder Vierte der befragten Online-Shopper ist als Kunde bei einer DHL-Packstation registriert.

Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

Vorstandschef Hans-Otto Schrader teilte mit, alle wesentlichen Gesellschaften hätten des Multichannel-Einzelhandels hätten solide Überschüsse erwirtschaftet. Die Höhe nannte er nicht.

Da das klassische Kataloggeschäft weiter an Bedeutung verlor, stieg der Online-Anteil am Handelsumsatz auf 57 Prozent. Vor Jahresfrist hatte der Anteil bei 53 Prozent gelegen. In Deutschland liegt der Onlinequote am Umsatz bereits bei 62 (Vorjahr: 58) Prozent. Otto baut sein Internetgeschäft seit Jahren aus und sieht sich als zweitgrößter Onlinehändler hinter dem US-Konzern Amazon.

Die größten Sorgen beim Online-Shopping im Ausland

Problemfälle

Es gibt zahlreiche Sorgen bei den Befragten, wenn es um den Online-Einkauf im Ausland geht. Am häufigsten äußerten Online-Shopper ihre Unsicherheit, wie man mögliche auftretende Probleme mit dem Shop lösen könnte. 82 Prozent haben hier Bedenken.

Betrug und Plagiate

Groß ist bei 81 Prozent der Befragten auch die Furcht vor Betrug – beispielsweise wenn es um die Echtheit des Produkts geht. Hier ist das Vertrauen bei deutschen Käufern offenbar eher gering, wenn es um ausländische Online-Shops geht.

Lieferbedingungen

Das Stichwort Zoll löst ebenfalls bei 81 der befragten Online-Shopper Sorgenfalten auf der Stirn aus. Sie sind insgesamt unsicher bezüglich der Lieferbedingungen.

Garantie

Eine große Rolle bei Online-Shopping im Ausland spielt auch die Produktgarantie. 77 Prozent der Befragten zweifeln ob es einfach wäre, etwa bei einem defekten Produkt dieses auch wie gewohnt retournieren zu können.

Lieferzeit

Stichwort Geduld: Deutsche Online-Shopper wollen nicht lange auf ihre Ware warten. 71 Prozent von ihnen befürchten aber eine lange Lieferzeit bei Bestellungen im Ausland.

Zahlungsabwicklung

Sorgen bezüglich der Sicherheit der Zahlungsabwicklung machen sich 70 Prozent der befragten deutschen Online-Shopper.

Zusatzkosten

Im Ausland zu bestellen könnte zusätzliche Kosten bei der Zahlungsabwicklung verursachen – beispielsweise für eine Auslandsüberweisung, geben 69 Prozent der Befragten zu Bedenken.

Verständnisprobleme

Unsicher wegen mangelnder Kenntnisse der jeweiligen Sprache sind nur 58 Prozent der Befragten.

Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

27.03.2013, 11:33 Uhr

Gerade Otto macht seine Gewinne auf dem Rücken seiner ehemaligen Mitarbeiter. Die Hermes-MA wurden outgesourct, erbeiten nun in unmenschlichen Verhältnissen als Scheinselbständige. Oftmals ohne Möglichkeit, sich eine Krankenversicherung leisten zu können. Von unter 1000€ bei 70 Stunden-Woche bleibteben dafür kein Geld! Otto sollte zumindest die Aufstockungsbeiträge zahlen, die sonst der Steuerzahler zahlen muß.

Hier sieht man deutlich die Notwendigkeit eines Mindeststundenlohnes!

Alles, um die Gewinne von Otto weiter zu erhöhen.

Account gelöscht!

27.03.2013, 13:42 Uhr

Na ja, im Vergleich zu amazon und vielen anderen Internet Buden zahlt Otto ja fair ( wie man hört) und bei Hermes ist es wohl nicht anders als bei DPD,DHL, TNT usw.
Und bei Otto zu bestellenist mir allemal lieber als im Ausland bei obskuren Firmen, wo ich diverse Risiken eingehe.
Und bei Preisvergleichen muss halt jeder entscheiden, bei wem er kauft

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