Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.12.2012

18:36 Uhr

Versicherer-Prognose

Größtes Pleiterisiko bei Spediteuren und Logistikern

Die konjunkturelle Flaute macht Spediteuren, Druckindustrie und Baugewerbe besonders zu schaffen. Der Kreditversicherer Euler Hermes sieht bei ihnen 2013 die größte Gefahr für eine Insolvenz.

Lkws auf einer Autobahn. ap

Lkws auf einer Autobahn.

BerlinSpeditionen und Logistikunternehmen haben nach Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes 2013 das größte Pleiterisiko. Voraussichtlich müssen demnach 22 von 1000 Unternehmen mit einer Insolvenz rechnen. „Zwar hat sich die Insolvenztendenz etwas entspannt. Das Risiko liegt aber immer noch auf einem hohen Niveau“, sagt Euler-Hermes-Chefvolkswirt Romeo Grill im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Auf den Plätzen zwei und drei der Branchen mit dem höchsten Pleiterisiko 2013 liegen laut Grill die Druckindustrie und das Baugewerbe.

Bei den Spediteuren und Logistikern mussten 2012 laut Euler Hermes insgesamt 533 Unternehmen Insolvenz anmelden, knapp 60 weniger als im Jahr zuvor. Für 2013 erwartet Chefvolkswirt Grill angesichts der konjunkturellen Flaute ein ähnlich hohes Niveau. Insgesamt leide die Branche an der Zurückhaltung vieler Unternehmen bei Investitionen.

Die Branche mit dem zweithöchsten Ausfallrisiko dürfte 2013 demnach die Druckindustrie sein. Hier geht der Kreditversicherer davon aus, dass voraussichtlich 17 von 1000 Firmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen. „Die Insolvenzquote ist 2012 rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Für 2013 ist aber kaum Erholung in Sicht“, prognostiziert Grill. „Die Branche hat weiter mit strukturellen Problemen zu kämpfen.“

Mit dem dritthöchsten Pleiterisiko hat laut Euler Hermes das Baugewerbe zu rechnen. Hier müssen sich der Prognose zufolge 13 von 1000 Unternehmen auf eine Insolvenz einstellen. Grill verweist bei diesen Zahlen auf ein zweigeteiltes konjunkturelles Bild: „Die Baukonjunktur profitiert einerseits vom Wohnungsbau und der dahinter stehenden guten Konsumkonjunktur“, so Grill. „Bremsend wirkt dagegen die Zurückhaltung bei den Bauinvestitionen seitens der Unternehmen und der öffentlichen Hand wegen der hohen Sparanstrengungen.“ Insgesamt sei die Insolvenzquote jedoch etwas rückläufig.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×