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20.02.2004

19:20 Uhr

Verteidigungs-Strategien bei feindlichen Übernahmen

Die Giftmischer von New York

VonRobin Sidel (Dennis K. Berman und Jens Eckhardt, Handelsblatt)

Große Übernahmekämpfe beherrschen derzeit die Schlagzeilen der Wirtschaftsblätter. Die Strippenzieher im Hintergrund bleiben mit ihren Tricks und Ideen oft verborgen. Eine kleine Anwaltsfirma in New York berät nicht nur Disney, sondern auch AT&T Wireless und Sanofi.

NEW YORK. Hell erleuchtet waren die Büros der New Yorker Kanzlei Watchell, Lipton, Rosen & Katz am späten Montagabend. In einem Konferenzraum im 33. Stock eines Hochhauses in Midtown Manhattan brütet der Aufsichtsrat des Mobilfunkers AT&T Wireless über den Kaufgeboten von Cingular und Vodafone. Ein Stockwerk höher diskutiert das Aufsichtsgremium von Walt Disney per Videokonferenz mit den Anwälten, ob und wie das Angebot des Kabelkonzerns Comcast abgewehrt werden kann, den Medienriesen für knapp 48 Mrd. $ zu übernehmen. Und in einem anderen Büro der Kanzlei arbeiten Anwälte an dem 46 Mrd. Euro schweren Übernahmeangebot des französischen Pharmakonzerns Sanofi-Synthélabo für Aventis.

Watchell, Lipton, Rosen & Katz ist einer der Spezialisten für Fusionen und Übernahmen, und der Rat der Anwälte um den 72-jährigen Martin Lipton ist in allen drei großen aktuellen Fusionsprojekten gefragt. Dabei ist die 1965 gegründete Firma relativ klein: Weniger als 200 Anwälte arbeiten für sie. Nicht mal zehn Stockwerke belegt Watchell Lipton in dem Hochhaus in Manhattan, ihrem einzigen Standort. Zum Vergleich: Der Konkurrent Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom beschäftigt 1 800 Juristen an fast zwei Dutzend Standorten weltweit.

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