Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.08.2016

17:51 Uhr

Vertragsverlängerung

Adidas und DOSB bleiben bis 2024 Partner

Schon seit über 45 Jahren ist Adidas Ausrüster des Deutschen Olympischen Sportbundes – und wird es mindestens bis zu den Olympischen Spielen 2024 bleiben. Beide Seiten einigten sich auf eine Vertragsverlängerung.

Zu den diesjährigen Spielen in Rio de Janeiro habe Adidas mehr als 60.000 Teile für die mehr als 400 deutschen Sportler geliefert. dpa

Adidas und DOSB verlängern Partnerschaft

Zu den diesjährigen Spielen in Rio de Janeiro habe Adidas mehr als 60.000 Teile für die mehr als 400 deutschen Sportler geliefert.

FrankfurtAdidas hat den Sponsoren- und Ausrüstervertrag mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bis 2024 verlängert. Adidas werde die deutsche Olympia-Mannschaft auch bei den Spielen im südkoreanischen Pyeongchang (2018), Tokio (2020), Peking (2022) und 2024 einkleiden, teilte der DOSB am Montag mit.

Zu den diesjährigen Spielen in Rio de Janeiro habe Adidas mehr als 60.000 Teile für die mehr als 400 deutschen Sportler geliefert.

Das sind die Baustellen bei Adidas

Der US-Markt

Adidas ist unter Herbert Hainer weit hinter Weltmarktführer Nike zurückgefallen. Der US-Konzern ist vor allem auf seinem Heimatmarkt übermächtig; bislang hat Adidas keinen Weg gefunden, die Herzen der amerikanischen Konsumenten für sich zu gewinnen. Doch der amerikanische Sportmarkt ist der größte der Welt, dort entscheidet sich, wer in der Branche die Trends setzt.

Reebok

Adidas hatte die Marke Reebok von der amerikanischen Ostküste 2006 geschluckt. Bis heute aber ist das Label nicht so profitabel wie die Kernmarke Adidas. Reebok wächst zwar inzwischen wieder, aber längst nicht so dynamisch wie aufstrebende Wettbewerber wie Under Armour. Es fragt sich also, ob der neue Chef Kasper Rorsted Reebok weiter Zeit gibt, um zu gesunden. Oder ob er einen Schnitt macht, wie ihn sein Vorgänger Hainer immer vehement abgelehnt hat.

Taylor-Made

Kasper Rorsted muss eine Lösung für die in Kalifornien angesiedelte, angeschlagene Golfmarke Taylor-Made finden. Einen Verkauf hat bereits Hainer ins Gespräch gebracht, unter Rorsted könnte er umgesetzt werden.

Die Fifa

Seit mehr als vier Jahrzehnten ist Adidas ein enger Partner des skandalgeschüttelten Weltfußballverbands. Rorsted muss entscheiden, ob ihm die Reformbemühungen der Fifa ausreichen, oder ob er den bis 2030 laufenden Vertrag angesichts der vielen Affären vorzeitig beendet.

Rückstand auf Nike

Adidas wird Nike wohl niemals einholen, zumindest nicht aus eigener Kraft. Nike-Chef Mark Parker will den Umsatz bis 2020 um fast zwei Drittel auf 50 Milliarden Dollar (umgerechnet 46 Milliarden Euro) in die Höhe zu schrauben. Zum Vergleich: Adidas hat sich vergangenes Jahr zum Ziel gesetzt, im selben Zeitraum auf 22 Milliarden Euro zu kommen. Um sein Versprechen zu erfüllen, muss Parker jedes Jahr ein Umsatzplus von gut zehn Prozent einfahren. Das ist realistisch: In den vergangenen beiden Jahren hat Nike dies jedenfalls geschafft.

Die Partnerschaft zwischen Adidas und dem DOSB beziehungsweise dem Vorgänger, dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) von Deutschland, besteht bereits seit mehr als 45 Jahren.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×