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26.02.2014

14:02 Uhr

Viertes Quartal

Cewe steigert mit Fotobüchern den Gewinn

Fotobücher zu Weihnachten zu verschenken, ist beliebt. Deswegen konnte der Fotoentwickler Cewe seinen Gewinn um 15 Prozent steigern und mauserte sich zum großen Gewinner des SDax. Zukäufe sind nicht ausgeschlossen.

Beim weltgrößten Fotoverarbeitungsbetrieb Cewe Color in Oldenburg werden immer mehr Fotobücher verschickt. ap

Beim weltgrößten Fotoverarbeitungsbetrieb Cewe Color in Oldenburg werden immer mehr Fotobücher verschickt.

FrankfurtEuropas größter Fotoentwickler Ceee hat dank guter Weihnachtsgeschäfte mit Fotobüchern und anderen Geschenken im vierten Quartal einen Gewinnsprung hingelegt. Vor Steuern und Zinsen kletterte das Ergebnis (Ebit) um 15 Prozent auf 33,5 Millionen Euro, wie das Oldenburger Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das machte den Verlust aus den ersten neun Monaten mehr als wett - im Gesamtjahr stieg das Ebit um ein Prozent auf 29,4 Millionen Euro.

Cewe erzielt traditionell seinen kompletten operativen Gewinn und mehr als ein Drittel seines Jahresumsatzes im vierten Quartal und muss seine Produktion immer extrem hochfahren. „Wir managen diesen Trend der Saisonverschiebung seit Jahren und haben unsere Kapazität stark flexibilisiert“, erklärte Vorstandschef Rolf Hollander.

Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 5,6 Prozent auf 188 Millionen Euro. Das ergab für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 4,2 Prozent auf 529 Millionen Euro. „Das sind sehr solide Zahlen“, urteilte Marcus Silbe, Analyst bei Close Brothers Seydler. Das sahen auch die Anleger so: Die Cewe-Aktien kletterten auf 51,65 Euro und damit auf den höchsten Stand seit mehr als acht Jahren. Mit einem Plus von mehr als fünf Prozent waren sie der größte Gewinner im SDax.

Ingesamt entwickelte das Oldenburger Unternehmen im vorigen Jahr 2,37 Milliarden Fotos, etwas weniger als die 2,46 Milliarden im Jahr zuvor. Dafür stieg die Zahl der verkauften Fotobücher auf 5,8 (Vorjahr: 5,6) Millionen Stück, was am unteren Ende des Zielkorridors des Unternehmens lag. Einen großen Umsatzsprung machte das Geschäft mit Druckaufträgen über das Internet, das Cewe als zweites Standbein aufbaut, um die Konzentration der Geschäfte im vierten Quartal etwas abzubauen. Hier legte der Umsatz 2013 um fast 40 Prozent auf rund 60 Millionen Euro zu.

Warum die Deutschen Online-Shopper sind

Eine Welt ohne Online-Shopping?

„Aus heutiger Sicht wäre das der Weg zurück in die Steinzeit“, lautete eine Antwort auf diese Frage. E-Commerce hat sich fest in den Alltag der meisten Menschen integriert. Die Deutschen sind insgesamt besonders positiv eingestellt. 61 Prozent der Deutschen Online-Shopper möchten auf diese bequeme Art des Einkaufs nicht mehr verzichten.

Faktor Zeit

„Zu den Zeiten einkaufen, die in mein Leben passen“ nennen in Deutschland vier von fünf Konsumenten als wichtigsten Vorteil. Eine echte Zeitersparnis haben 57 Prozent festgestellt. Mehr Zeit zu haben, empfinden dabei die meisten Deutschen als eine Entlastung im Alltag: 63 Prozent geben an, „viel weniger Stress beim Einkaufen als früher in der Stadt“ zu haben. 55 Prozent geben an, sich entspannter zu fühlen.

Faktor Angebotsvielfalt und Preis

„Genau das Produkt, das ich suche“ finden in der Regel zwei Drittel der Online-Shopper. Und zwar sehr schnell und zum günstigsten Preis. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) gibt an, im Internet oft besonders individuelle Produkte zu finden, 62 Prozent schätzen es, dass sie Produkte finden, „die man im Geschäft beziehungsweise via Katalog nicht bekommen würde“.

Faktor Selbstbestimmung

Die Mehrheit der Käufer erlebt sich im Internet als „empowered consumer“. Zwei Drittel der Online-Shopper halten sich für besser informiert über Angebote und Preise als früher, nutzen gerne Bewertungen anderer Kunden und meinen, dass Konsumenten heute durch Kommentarfunktion und Empfehlungen beim Online- Kauf viel mehr Einflussmöglichkeiten haben.

Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

„Wir sind auf dem besten Weg, bis 2016 in diesem Geschäftsfeld unser Umsatzziel von 100 Millionen Euro zu erreichen“, sagte Hollander. Der Vorstandschef hält auch nach Zukäufen Ausschau. Finanziell sei Cewe in der Lage, „attraktive Akquisitionsgelegenheiten entschlossen zu nutzen“.

Von

rtr

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