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20.08.2013

18:22 Uhr

„Vogue“ und „Glamour“

Amazon steigt ins Zeitschriften-Geschäft ein

Amazon-Chef Jeff Bezos kauft die „Washington Post“, Amazon selbst steigt in den Vertrieb von Zeitschriften ein. Der weltgrößte Onlinehändler bietet künftig Abos für einige Zeitschriften an – unter anderem der „Vogue“.

Modemagazin „Vogue“: Bald auch als Abo bei Amazon erhältlich. ap

Modemagazin „Vogue“: Bald auch als Abo bei Amazon erhältlich.

New YorkAmazon steigt in den Vertrieb von Zeitschriften ein. Der weltgrößte Onlinehändler arbeitet künftig exklusiv mit dem amerikanischen "Vogue"-Verlag Conde Nast zusammen. Amazon werde die Print- und Online-Abonnements für das bekannte Mode-Magazin und Titel wie "Wired", "Glamour" und "Vanity Fair" anbieten, teilte Conde-Nast-Präsident Bob Sauerberg am Dienstag mit. Bisher hatte das US-Unternehmen solche Dienste, die Rivale Apple schon seit Jahren offeriert, noch nicht im Angebot. Für Conde Nast bedeutet die neue Partnerschaft direkten Zugang zu Amazons mehr als 200 Millionen Kunden weltweit. Bisher wickelte der Verlag sein Abo-Geschäft überwiegend über Werbepost und Werbung in Magazinen ab.

Der Verlag kann seine Magazine weiterhin auch über andere Kanäle anbieten. Die digitalen Abos sind also nicht nur über Amazons Kindle Fire, sondern auch über Googles Betriebssystem Android und Apples iPad abrufbar. Sauberberg sagte: "Wir wollen uns vom reinen Verkauf der Print-Abos zum Verkauf des Zugangs zu allen unseren Inhalten bewegen." Gelockt werden sollen die Kunden mit einem Einführungspreis von sechs Dollar oder weniger für ein Sechs-Monats-Abo. Laufe es gut, dann würde im Zuge des Jahres weitere Titel wie "The New Yorker" folgen.

US-Zeitungen in der Krise: Amazon-Chef kauft „Washington Post“

US-Zeitungen in der Krise

Amazon-Chef kauft „Washington Post“

Sie ist weltberühmt und preisgekrönt. Doch die Eigentümer sehen in ihr kein Geschäftsmodell mehr: Die „Washington Post“ wird verkauft – an Amazon-Gründer Jeff Bezos. Der Star-Unternehmer hat ambitionierte Pläne.

Bisher vertreibt Conde Nast im Schnitt 18,5 Millionen Magazine, davon lediglich vier Prozent digital. Die Ausweitung der digitalen Abonnements gilt als Schlüssel für den künftigen Erfolg der Printverlage. Immer mehr Kunden entscheiden sich dafür, über ihre Smartphones und Tablets zu lesen. Auch in der Werbung ist dieser Trend längst angekommen, die Wirtschaft steckt immer mehr Geld in Online-Anzeigen.

Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte mit der Kauf der traditionsreichen "Washington Post" erst kürzlich weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Zu einer möglichen Kooperation mit der Zeitung wollte sich Amazon wollte nicht äußern.

Von

rtr

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