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09.03.2011

20:20 Uhr

Streikender Bahner: Berufspendlern droht eine Geduldsprobe. Quelle: dpa

Streikender Bahner: Berufspendlern droht eine Geduldsprobe.

DüsseldorfDie Bahnen stehen still - auch im Personenverkehr.

Seit 04.00 Uhr müssen sich Bahnreisende deutschlandweit auf drastische Einschränkungen im Berufsverkehr gefasst machen. Auch die zuletzt verschonte S-Bahn in Berlin ist betroffen. Bereits seit Mittwochabend befinden sich die Lokführer im Güterverkehr im Ausstand. Der Doppelstreik soll um 10.00 Uhr zu Ende gehen

Die Deutsche Bahn (DB) kritisierte die Aktionen scharf. Trotz des Streiks will sie die Versorgung von Kraftwerken und Hochöfen sichern. Wo genau Pendler und Fernreisende mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen müssen, ließ die GDL offen.

Die Auswirkungen des auf sechs Stunden angelegten bundesweiten Ausstands dürften aber deutlich stärker sein als bei den drei bisherigen Warnstreikwellen. Diese waren zwei bis drei Stunden lang, es dauerte aber teils bis in den Abend, bis sich der durcheinandergeratene Betrieb normalisierte. Ein Schwerpunkt des Streiks im Güterverkehr der Deutschen Bahn liegt nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers in Ostdeutschland, vor allem im Raum Halle/Saale. Auch in Güterverkehrszentren rund um Berlin sollte es Aktionen geben.

Die Mitglieder seien zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, so dass Züge die Depots nicht verlassen, sagte der stellvertretende GDL-Bezirksvorsitzende für Berlin-Sachsen-Brandenburg, Klaus-Peter Schölzke, der dpa. Er fügte hinzu: „Wir werden keine Züge auf freier Strecke stehen lassen.“ Sie sollten möglichst in Knotenbahnhöfe gefahren werden.

Kommentare (5)

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oeflingen

09.03.2011, 17:44 Uhr

Ich habe keinerlei Sympathie mehr für die Lokführer. Eine kleine Splittergewerkschaft nimm eine ganze Reisenation in Geiselhaft! Warum wird die Deutsche Bahn bestreikt, wenn sich der Streik nach Aussagen der GDL gegen die Privatbahnen richtet?

Account gelöscht!

09.03.2011, 18:10 Uhr

Ich fordere alle Bahnkunden auf, die GDL zu bestreiken !
Wir sind nicht gezwungen sie (oder ihre Familien) zu bedienen, ihnen die Haare zu schneiden, ihre Kredite zu bewilligen ...
Warum sollen wir mit Leuten zusammenarbeiten, die uns in Geiselhaft nehmen und uns ohne ansehen der Person und Situation vorsätzlich Schaden zufügen.
Denn nur darum geht es der GDL.
Dritten Schaden um des eigenen (im übrigen höchst unsolidarischen) Vorteils willen !
STREIK der GDL !
Zeigt den GDL'ern offen eure Meinung!
Sonst träumen sie weiter davon, dass sie Unterstützung in der Bevölkerung haben !

Realist

09.03.2011, 18:35 Uhr

Man gewinnt den Eindruck, dass die Gewerkschaften ihren Zweck vergessen. Anstatt für die Mitarbeiter eine positive Lohnsituation zu schaffen, versucht man auf Kosten von Wettbewerb und letztendlich auch auf Kosten von Fahrpreise, die jeder einzelne Zahlen muss, ihre eigenen Interessen zu vertreten. Das man damit eigentlich nur den Wettbewerb kaputt macht und evtl. dadurch auch die privaten Konkurrenten in die Insolvenz treibt ist der GDL scheinbar egal. Zudem verdienen Lokführer schon ohne Zulagen mehr als der Durchschnitt. Wenn man dies mit einen LKW-Fahrer oder Bus-Fahrer vergleicht, wo ähnliche Verantwortung nötig ist, dann ist der Lokführerlohn eine Frechheit.

Aber es hat auch was gutes, es steigen dann wenigstens die Gewerkschaftsbeiträge, die ja bekanntlich auf das Bruttoeinkommen berechnet werden.

Man darf diese Machenschaften nicht einfach hinnehmen, sonst werden wir wie in dem Luftverkehr (Fluglotsenstreik, Pilotenstreik, Streik des Bodenpersonals) für jede einzelne Mitarbeitergruppe einen Streik erleben.

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