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04.02.2005

14:00 Uhr

Vorstand weist Verkaufs-Spekulationen zurück

Post will auf ewig an Postbank festhalten

Die Deutsche Post schließt nach den Worten von Vorstand Klaus Zumwinkel einen Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der Postbank kategorisch aus.

HB SINGAPUR. „Das wird für immer so bleiben“, sagte Zumwinkel bei einem Besuch in Singapur auf die Frage, ob die Post an ihrer Mehrheit an dem Geldhaus festhalten werde. „Die Postbank gehört zu unserer Gruppe“, betonte er. Die Post hält nach dem Börsengang der Postbank im vergangenen Jahr die Mehrheit von 50 Prozent plus einer Aktie an dem Institut. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, der Bonner Konzern könnte sich doch noch von der Bank trennen. Die Stärke der Postbank sei ihre Konzentration auf den deutschen Markt, sagte Zumwinkel weiter. Pläne für ein Auslandsengagement der Bank gebe es „absolut nicht“. Die Aktien der Deutschen Post notierten am Mittag bei 17,92 Euro und wiesen mit einem Anstieg von 0,84 Prozent ein höheres Plus als der Dax aus. Die Postbank-Aktien lagen mit 35,33 Euro leicht im Minus.

Zukäufe in Asien geplant

Die Post sei offen für Übernahmen in Asien, sagte der Konzern-Chef weiter. Diese stünden aber nicht unmittelbar bevor: „Ja, es wird in Zukunft auch einige Zukäufe in Asien geben, aber erwarten Sie diese nicht schon kommenden Montag.“ Gerüchte, nach denen die Post ein Auge auf den britischen Logistiker Exel geworfen haben soll, wollte Zumwinkel nicht bestätigen: „Das sind alles Spekulationen und Gerüchte. Wir kommentieren das nicht.“

Zumwinkel will mit seinem Expansionskurs im Ausland die Abhängigkeit des ehemaligen Staatsunternehmens vom deutschen Briefmonopol beenden, das Ende 2007 auslaufen soll. Interesse hat die Post unter anderem an den Postgesellschaften in Dänemark, Österreich und Belgien gezeigt. Auch in den Boom- Regionen Asiens will die Post rasant wachsen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 hatte der Konzern einen Umsatz von deutlich über 40 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von rund 3,3 Milliarden Euro eingefahren.

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