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24.08.2015

14:28 Uhr

Vorwerk, Tupperware & Co.

Deutsche kaufen mehr im Wohnzimmer ein

Im Zeitalter des Einkaufs im anonymen Internet wird der persönliche Verkauf immer wichtiger. Der Direktvertrieb machte hierzulande zuletzt mehr als 15 Milliarden Euro Umsatz.

BerlinDirektvertriebsunternehmen wie der Haushaltswarenhersteller Vorwerk (Staubsauger Kobold, Küchenmaschine Thermomix), Tupperware oder Kosmetikhersteller Avon haben in Deutschland Konjunktur. Die Branche steigerte ihren Gesamtumsatz im vergangenen Jahr um fünf Prozent.

Er erhöhte sich auf 15,3 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Umsatz von 14,6 Milliarden erzielt wurde. Dies teilte der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland (BDD) am Montag mit.

Unter Direktvertrieb versteht man den persönlichen Verkauf außerhalb von Geschäftsräumen, zum Beispiel in der Wohnung, am Arbeitsplatz, auf Messen oder Märkten.

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Verkaufsevents im heimischen Wohnzimmer boomen – weit über Tupperware und Thermomix hinaus. Im Direktvertrieb haben sich neben Traditionshäusern wie Vorwerk auch deutsche Start-ups international etabliert.

Auch die Zahl der Vertriebspartner ist dem BDD zufolge deutlich gestiegen: 823.000 Verkäufer waren 2014 für Direktvertriebsfirmen tätig. Das sind fast 100.000 mehr als im Vorjahr, was einer Steigerung von mehr als 13 Prozent entspricht.

Seit 2007 erhöht die Branche ihren Umsatz jährlich um durchschnittlich acht Prozent. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet sie mit einem Wachstum von neun Prozent auf über 16 Milliarden Euro.

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Florian Kraus von der Universität Mannheim, die für den BDD über 200 Unternehmen befragte, sprach von „überdurchschnittlich positiven Zukunftserwartungen“. Trotz des wachsenden Online-Handels habe der Direktvertrieb ein besseres Image denn je und gewinne stetig Neukunden, erklärte er.

Von

afp

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