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19.02.2015

16:09 Uhr

Walmart reagiert auf Kritik

Neun US-Dollar, mehr als der Mindestlohn

Der US-Konzern Walmart will seinen Mitarbeitern mehr Lohn zahlen. Die Angestellten sollen künftig neun US-Dollar pro Stunde erhalten. Damit reagiert der Einzelhändler auf massive Kritik – und Streiks.

Der US-Händler Walmart zahlt seinen Angestellten mehr Lohn – dafür kämpften die Angestellten unter anderem mit Streiks. Reuters

Der US-Händler Walmart zahlt seinen Angestellten mehr Lohn – dafür kämpften die Angestellten unter anderem mit Streiks.

DüsseldorfDer US-Riese Walmart will seine Löhne erhöhen. Ab April sollen Mitarbeiter mindestens neun US-Dollar pro Stunde erhalten, ab Februar 2016 sollen es sogar zehn US-Dollar sein. Damit reagiert der größte Einzelhändler der Welt auf Kritik.

Nach Angaben von Walmart sollen die 500.000 Mitarbeiter den höheren Lohn binnen des ersten Halbjahres 2014 gezahlt bekommen. Das schrieb der Konzern in einer Mitteilung. Bisher zahlt die Supermarktkette den Mindestlohn von 8,25 Euro pro Stunde. „Diese Veränderungen werden unseren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, höhere Löhne zu erhalten und ihre Karrieren voranzubringen“, sagte Walmart-Chef Doug McMillon der Erklräung zufolge. Man strebe nach einem nachhaltigen Konzept, so McMillon.

Größte Einzelhändler weltweit (Umsatz 2012)

Platz 10

Best Buy (USA)

Die US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota, sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2012 betrug 50,7 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2012 über einen Umsatz von 71,6 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 74,8 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit beschäftigen die Briten 520.000 Mitarbeiter und machten 2012 einen Umsatz in Höhe von 83,5 Milliarden Dollar. Das US-Geschäft mit 5.000 Beschäftigen will Tesco abstoßen.

Platz 6

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 87,8 Milliarden Dollar im Jahr 2012 ebenfalls einen Spitzenplatz, auch wenn das Unternehmen mit Schwierigkeiten kämpft.

Platz 5

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2012 setzte der Lebensmittelhändler 96,8 Milliarden Dollar um.

Platz 4

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 99,1 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2012 gigantisch aus.

Platz 3

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit fast 500.000 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2011 einen Umsatz von 104 Milliarden Dollar.

Platz 2

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Der Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2012 rund 123 Milliarden Dollar um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 443,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2012 um - bei einem Gewinn von 15,7 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als zwei Millionen Mitarbeiter.

Quelle: Eigene Recherche.

Kritiker bemängeln seit Jahren, dass Walmart zu geringe Löhne zahlt. Im vergangenen Jahr streikten die Angestellten des Konzerns sogar am geschäftigsten Tag des Jahres, am sogenannten „Black Friday“. Sie forderten damals unter anderem höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Walmart geriet zudem in die Kritik, als herauskam, dass eine Filiale in Ohio seine Mitarbeiter darum bat, für andere Walmart-Angestellte Lebensmittel zu spenden.

Walmart beschäftigt in den USA etwa 1,3 Millionen Menschen und betreibt 4400 Filialen. Im dritten Quartal 2014 hatte Walmart einen Umsatz von 118,1 Milliarden US-Dollar verzeichnet, der Gewinn lag bei 3,7 Milliarden US-Dollar.

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