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24.01.2005

18:00 Uhr

Walter Bau nur Spitze des Eisbergs

„Geld verdient doch keiner mehr“

Die Baubranche kommt nicht aus dem Tal heraus. Dabei ist der ums Überleben kämpfende drittgrößte deutsche Baukonzern Walter Bau nach Ansicht von Branchenkennern nur die Spitze des Eisbergs. Dem Statistischen Bundesamt zufolge sind die Umsätze im Baugewerbe insgesamt weiter rückläufig.

HB MÜNCHEN/FRANKFURT. Die Baubranche wartet weiter mit Hiobsbotschaften auf. Der ums Überleben kämpfende drittgrößte deutsche Baukonzern Walter Bau konnte auch bis Montag noch nicht alle Banken von seinem Rettungskonzept überzeugen, das Statistische Bundesamt berichtete von weiter rückläufigen Umsätzen im Baugewerbe.

„Geld verdient in Deutschland doch keiner mehr von uns“, klagt ein Bauunternehmer. Der Fall Walter Bau ist nach seiner Einschätzung daher, wie vor einigen Jahren Holzmann, nur die Spitze des Eisbergs. Auch kleine Unternehmen stehen am Rande der Pleite und müssen Arbeitsplätze abbauen. Experten verweisen aber auch darauf, dass manche Unternehmen an ihrer Krise mit schuld sind und die Lage gar nicht so düster ist.

In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres brach der Gesamtumsatz im deutschen Baugewerbe um nochmals fünf Prozent auf rund 72 Mrd. € ein, berichtete das Statistische Bundesamt. Bei den alljährlich sinkenden Erlösen müsse aber auch die Ausgangsbasis berücksichtigt werden, sagt Erich Gluch, Bau-Experte am ifo Institut. „Wenn wir im Rahmen einer Wiedervereinigung gigantische Kapazitäten aufbauen und für etliche Jahre im Voraus bauen, ist klar, dass danach auch schlechtere Jahre kommen.“ Derzeit werde zwar übers Ziel hinausgeschossen. Wegen der schlechten Stimmung trauten sich weder Privatleute noch die öffentliche Hand, zu investieren. „Es ist aber nur eine Frage der Zeit, wann es wieder eine deutliche Belebung geben wird.“

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